Heringens Bürgermeister attackiert den Landrat in Sachen Kleinschwimmhalle Obersuhl

Ries: Geld wurde nicht einfach verlebt

Heringen/Obersuhl. Dass die Kommunalaufsicht der Gemeinde Wildeck die Genehmigung für eine Kreditaufnahme untersagt hat, kritisiert Heringens Bürgermeister Hans Ries. Er meint, Wildeck müsse für Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt als Exempel und Warnung herhalten. Die Gemeinde Wildeck wollte einen Kredit über 500 000 Euro für die Sanierung der Kleinschwimmhalle Obersuhl aufnehmen.

Die Gemeinden hätten das Geld nicht einfach verlebt, sondern Infrastruktur mit immer höheren gesetzlichen Anforderungen geschaffen. Man dürfe nicht nur die Schulden betrachten, sondern den tatsächlichen Investitionsstau an gemeindlichen Anlagen, denn es nütze einer Kommune nichts, auf dem Papier schuldenfrei zu sein und eine herabgewirtschaftete Infrastruktur zu hinterlassen. Ländliche Kommunen seien verzweifelt bemüht, dem Abwanderungsdruck durch Attraktivität entgegenzuwirken, während der Landrat dem Abwandern von Behörden nur zuschaue. (sis)

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