Betriebskostenzuschuss fürs Heringer Bad auf Eis

Ries empört über Kreistags-Ignoranz

Heringen. Bürgermeister Hans Ries hat kein Verständnis dafür, dass der Kreistag den Antrag der Freien Wähler über den Betriebskostenzuschuss in Höhe von jährlich 130 000 Euro in der jüngsten Kreistagssitzung an die Ausschüsse überwiesen hat.

Eigentlich im Vorfeld klar

„Solche Anträge werden eigentlich vor den Sitzungen in den Ausschüssen beraten und abgestimmt. Darauf hat der Antragsteller offenbar verzichtet oder er hatte den eigenen Antrag bei der Beratung womöglich vergessen“, empört sich Ries und verteilt gleichzeitig eine Ohrfeige an den Antragsteller Manfred Wenk aus Heringen. Dieser war bis vor geraumer Zeit Stadtverordnetenvorsteher in Heringen und hatte in Sachen Antragsstellung immer wieder auf Kriegsfuß mit dem Bürgermeister und der Verwaltung gestanden.

Nun sei der Antrag in Sachen Heringer Hallenbad wegen offensichtlich formaler Bedenken zurückgestellt worden. „Ich war nun auch sieben Jahre lang Mitglied des Kreistages, aber an eine vergleichbare Peinlichkeit kann ich mich nicht erinnern“.

Ries vermutet, dass dem Kreistag lediglich die Abstimmungsblamage zu einer im gesamten Kreis gleichen Hallenbadförderung erspart werden sollte und so sei der Kreishaushalt 2013 ohne die Ausgaben für den gleichstellenden Betriebs- und Investitionskostenzuschuss verabschiedet worden.

Tritt gegen das Schienbein

„Ach ja, die von den Kreistagsabgeordneten so sehr gefeierten Mehreinnahmen des Kreises stammen fast ausschließlich wiederum aus dem nun nochmals heftiger vors Schienbein getretenen Werratal“, merkte Ries an

Einen Tipp an den Landrat und seine Mitstreiter hat der Bürgermeister auch noch parat: „Wenn man den Bürgern des Ostkreises immer wieder erkennbar seine Geringschätzung ausdrücken möchte, sollte man nicht gleichzeitig ständig mit aufgehaltenen Händen vor ihnen rumlaufen“. (rey)

Kommentare