Heringens Bürgermeister kritisiert NVV-Kürzung

Ries: Bus-Debakel Schuld des Landrats

Heringen. In der Kontroverse um die Schülerbeförderung im Ostteil des Kreises hat sich jetzt auch Heringens Bürgermeister Hans Ries zu Wort gemeldet. Er macht Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt für die Engpässe im Schulbusverkehr verantwortlich, die bereits zu heftigen Elternprotesten geführt haben (wir berichteten).

In einer Pressemeldung erklärt Ries, dass die Verantwortung für das „Debakel“ jene tragen, „die im Haushalt des Kreises die finanziellen Rahmenbedingungen gesetzt und damit erklärt haben, was ihnen die Sicherheit der Kinder noch Wert ist“.

Höhere Kosten

Man habe den Bürgermeistern des Ostkreises am 16. Januar von Seiten des Kreises vorgetragen, dass trotz höherer Kosten für die Beförderung der Schüler die Ausgaben nicht steigen sollten. Damit sei klar gewesen, dass dieses Ziel nur mit erheblichen Reduzierungen zu erreichen sei.

„Weder die Busunternehmer noch die Fahrer oder der NVV sind für den sehr unbefriedigenden Umstand verantwortlich, sondern der Haushaltsansatz des Landrates im Kreishaushalt, der damit auch klar gemacht hat, welche Prioritäten er setzt“, schreibt Ries.

Nicht verwunderlich

Es sei nicht verwunderlich, dass davon wieder vorrangig der Ostkreis betroffen sei, weil damit den dortigen Schulen ein Stück Lebensader abgeschnitten werde.

„Wir haben bei der Schülerbeförderung also kein logistisches Problem des Busunternehmens oder des NVV zu beklagen, sondern ein politisches im Landkreis“, schreibt Ries.

Schließlich müssten vielfach auch die Bürgermeister die Ausgabenansätze der Kitas heraufsetzen, weil Wasser, Abwasser, Strom, Öl, Gas teurer geworden sind. Denn niemand käme auf die abwegige Idee, den Kitas deshalb den Hahn abzudrehen und die Kinder frieren zu lassen, heißt es in der Pressemeldung von Bürgermeister Ries. (red/kai)

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