Philippsthaler wollen neun europäische Länder durchqueren und Spenden sammeln

Rallye für guten Zweck

Mit Karte und Sparschwein: Björn-Martin Handor und Jana Clute-Simon nehmen an der European Rallye von München nach Lissabon teil. Zur Orientierung sind nur klassische Landkarten erlaubt. Mit ihrem Start unterstützen die Philippsthaler das Kinderhilfswerk „Die Arche“ und die Bad Hersfelder Tafel. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Das große Abenteuer beginnt für Jana Clute-Simon und Björn-Martin Handor am 12. September. Vor ihnen liegen rund 3500 Kilometer auf den Landstraßen, neun europäische Länder werden sie durchqueren.

Die beiden Philippsthaler nehmen an der European Rallye teil. Von München führt die Strecke durch Österreich, die Schweiz, Italien, Frankreich, Monaco, Spanien und Andorra nach Portugal. Ziel ist die Hauptstadt Lissabon, die innerhalb von acht Tagen erreicht werden muss.

Björn-Martin Handor ist aktiver Rallyesportler. Die Idee zur Teilnahme an der Tour des Veranstalters Social Adventure Club (SAC) hatte allerdings seine Freundin Jana Clute-Simon. „Mit dem normalen Rallysport hat das wenig gemeinsam. Es ist eher Abenteuerurlaub“, meint der 30-Jährige.

Bei der European Rallye gehe es auch nicht darum, möglichst schnell das Ziel zu erreichen. Beim Start bekommen die Teilnehmer ein Buch mit den wichtigsten Eckdaten zur Strecke. Orientieren müssen sie sich anhand klassischer Landkarten – technische Hilfsmittel wie GPS oder Navigationsgeräte sind nicht erlaubt. Auch Autobahnen sind tabu. Besondere Anforderungen gelten auch für das Fahrzeug: „Es muss mindestens 20 Jahre alt sein und darf nicht mehr als 2500 Euro gekostet haben“, erläutert Jana Clute-Simon.

Unterwegs müssen die beiden Abenteurer mehrere Aufgaben meistern. Was sie genau erwartet, wissen sie natürlich noch nicht. „Bei anderen Rallyes mussten die Teilnehmer ein Huhn auf das Lenkrad setzen und fotografieren oder eine Wikingertaufe bestehen“, berichtet Jana Clute-Simon.

Ernster Hintergrund

Trotz dieser Spaß-Aktionen hat die Tour einen ernsten Hintergrund. „Die Teilnehmer verpflichten sich, mindestens 500 Euro für gemeinnützige Organisationen zu sammeln. Das Geld geht dann zur Hälfte an eine vom Veranstalter vorgegebene und eine selbst gewählte Einrichtung“, erklärt die 26-Jährige. Aus der vorgegebenen Liste haben die Philippsthaler das Kinderhilfswerk „Die Arche“ ausgesucht, mit der anderen Hälfte wollen sie die Bad Hersfelder Tafel unterstützen. Bis zum Start im Herbst soll das Spenden-Sparschwein schon gut gefüllt sein. Auch das Rallye-Team selbst hofft auf Unterstützung – nicht nur finanzieller Art. „Wir sind auch für T-Shirt mit Druck, ein paar Dosen Ravioli, Ausrüstung oder Ersatzteile dankbar“, sagt Jana Clute-Simon.

Auch nach einem Fahrzeug halten die Philippsthaler noch Ausschau. „Ideal wären ein Kleinbus oder ein Kombi, in dem man notfalls auch mal schlafen kann“, sind sich beide einig. Sofern das Wetter mitspielt, wollen sie nämlich im Zelt auf Campingplätzen übernachten.

Informationen und Kontakt: www.helpedia.de/spenden-aktionen/juhurt

www.facebook.com/JUHURT.SAC

Von Jan-Christoph Eisenberg

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