Jakob-Grimm-Schule arbeitet im naturwissenschaftlichen Bereich mit K+S zusammen

Praktisches Lernen in der Region

Zusammenarbeit: Die Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg kooperiert mit K+S Kali. Die Vereinbarung unterzeichneten Ausbildungsleiterin Kerstin Staudtmeister und Schulleiter Friedhelm Großkurth, hinten, von links. Auf dem Foto sind ferner die Schüler der Chemie-Arbeitsgruppe. Die AG wird vom stellvertretenden Schulleiter Dr. Roland Kaplonek, hinten rechts, geleitet.

ROTENBURG/Philippsthal. Eine Zusammenarbeit sind die Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg und die K+S Kali Gmbh, Werk Werra in Philippsthal, eingegangen. Ziel ist die Stärkung der naturwissenschaftlich-technischen Grundbildung der Schüler, auch sollen Informationen über die Berufsfelder im naturwissenschaftlich-technischen Bereich vermittelt werden.

Im Rahmen der Kooperation soll an der Jakob-Grimm-Schule eine Arbeitsgruppe ProNawi für die Klassen 5 und 6 sowie eine naturwissenschaftliche Profilklasse für die Jahrgänge G7 bis G9 und R7 bis R10 eingerichtet werden. Die Vereinbarung unterzeichneten Schulleiter Friedhelm Großkurth und K+S-Ausbildungsleiterin Kerstin Staudtmeister im Gebäude der Förderstufe an der Bernhard-Faust-Straße in Rotenburg.

„Wir haben eine Verantwortung für unsere Region“, sagte Schulleiter Friedhelm Großkurth. Die Schule möchte praktische Wege aufzeichnen, wie junge Leute auch nach der Zeit in der Bildungsstätte ihr Leben in der Region fortsetzen können. Deshalb strebe die Schule die Zusammenarbeit mit Firmen und Betrieben an.

Vorteile für beide Seiten

Das biete Vorteile für beide Seiten. Die Schule habe Zugriff auf das Wissen der Unternehmen. Der Schulleiter nannte ein Beispiel: Schüler lernen in den Labors von K+S. Auf der Gegenseite hätten die Unternehmen die Möglichkeit, für eine Ausbildung in ihrem Betrieb zu werben und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Berufe mit Zukunft hätten auch Folgen für unsere Region: Die Wertschöpfung bleibe hier. Friedhelm Großkurth stellte zusammen mit Projektleiter Marc Heinzerling und Ausbildungsleiterin Kerstin Staudtmeister die grundsätzlichen Ziele des Aufbaus der Lernpartnerschaft vor: Die Schule zur Arbeitswelt hin öffnen, die Kommunikation zwischen Schule und Betrieb verbessern, Interesse für naturwissenschaftlich-technische Berufsfelder wecken und Auszubildende und Praktikanten gewinnen.

Vereinbart wurden Maßnahmen und Vorhaben: Informationsveranstaltungen, die Zusammenarbeit mit den Job-Coach der Schule, Praxis- und Schnuppertage, gegenseitige Besuche und ein regelmäßiger Informationsaustausch sowie die Zusammenarbeit bei der Suche von Plätzen für Praktikanten und Schülerpraktikanten.

Der Zuspruch für das Angebot im naturwissenschaftlich-technischen Bereich sei bei Schülern und Eltern riesig, berichtete Marc Heinzerling. Davon konnten sich die Unterzeichner der Kooperation in zwei Arbeitsgruppen überzeugen. In Biologie drehte sich alle um das Thema Wasser, in Chemie beschäftigten sich die Schüler mit Farben, Geheimschriften und verschiedenen Tinten.

Von Herbert Vöckel

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