Erster Spatenstich für neue Kinderkrippe

Platz für die Jüngsten

Baubeginn: Unter Aufsicht der Kindergartenkinder machten (von links) Kindergartenleiterin Anne Gilbert, Rainer Deiß (Baufirma Hermann), Unterhauns Ortsvorsteher Waldemar Hummel, Bürgermeister Harald Preßmann, Planer Bernd Emmerich, Parlamentspräsident Stephan Bolender und der erste Beigeordnete Hans-Jürgen Nieding den ersten Spatenstich für die Haunecker Kinderkrippe. Das Gebäude wird an die Kindertagesstätte Villa Kunterbunt (im Hintergrund) in Unterhaun angebaut. Foto: Eisenberg

Unterhaun. „Wer will fleißige Handwerker sehen“, sangen die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Unterhaun gestern zum symbolischen ersten Spatenstich für die Kinderkrippe.

Dabei werden es wohl vor allem die Kinder selbst sein, die in den kommenden Wochen fleißige Bauarbeiter zu Gesicht bekommen. Sieben Wochen sind für den Rohbau des Krippenanbaus, der neben der bestehenden Kindertagesstätte entstehen soll, eingeplant. Wenn alles gutgehe, könne noch in diesem Jahr das Dach gedeckt werden, sagte Bürgermeister Harald Preßmann während der Feier zum Baubeginn.

Für insgesamt 820 000 Euro lässt die Gemeinde einen Krippenanbau für zwei Krippengruppen mit Gruppen-, Schlaf-, Wasch- und Wickelräumen, Küche und Cafeteria errichten. Zugleich wird das besehende Gebäude angepasst und in Sachen Brandschutz und Wärmedämmung auf den neuesten Stand gebracht. Für zehn neue Krippenplätze bekommt die Gemeinde Hauneck aus Landesmitteln einen Zuschuss in Höhe von 150 000 Euro sowie 118 583 Euro aus dem Investitionsprogramm Kinderbetreuungsfinanzierung des Bundes. Für die energetische Sanierung des bestehenden Kindergartens gibt es 50 581 Euro von der EAM (Energieeffizienz Akitv Mitgestalten). 500 000 Euro werden über Kredite bei der KfW-Bank fremdfinanziert.

Investitionen dieser Größenordnung müssten in der heutigen Zeit gut überdacht werden, für die Kinderkrippe bestehe aber ein großer Bedarf, gab Bürgermeister Preßmann zu bedenken. In diesem Zusammenhang betonte der Verwaltungschef, dass die Entscheidung für das Bauprojekt in den Gemeindegremien einstimmig gefallen war.

Insgesamt ist für den Neubau der Krippe eine Bauzeit vom neun Monaten vorgesehen. Zum Kindergartenjahr 2014 könnte sie den Betrieb aufnehmen.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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