Friedewald will weitere Gewerbeflächen ausweisen

Platz für Bogenschützen

Lautenhausen. Der Feldbogen-Parcours des Vereins Silent Hunters in der Feldgemarkung von Motzfeld nimmt Gestalt an. Die Friedewalder Gemeindevertreter haben in ihrer Sitzung am Mittwochabend in Lautenhausen einstimmig die Aufstellung der fünften Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen und die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zur Kenntnis genommen.

Bürgermeister Dirk Noll geht davon aus, dass nach Abschluss aller Formalitäten die Vereinsvertreter wohl im kommenden Jahr mit Pfeil und Bogen auf die dann noch aufzustellenden Tier-Attrappen schießen können. Vorher müsse natürlich auch erst noch der Bauantrag gestellt und genehmigt werden. Dies bezeichnete Noll jedoch als nicht mehr all zu große Hürde.

Ohne Gegenstimme

Ohne Gegenstimme haben die Gemeindevertreter ebenfalls beschlossen, neue Gewerbeflächen in die Vereinbarung über die Bodenbevorratung mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) aufzunehmen. Die Gesamtfläche beträgt 75 310 Quadratmeter. Um die Flächen zu erwerben, wird eine Gesamtkaufsumme von etwa 468 000 Euro genannt.

Auch in Friedewald wird in Sachen Regionalentwicklung die Fortführung der Leader-Organisationsstrukturen von 2014 bis 2020 gewünscht. Diesen Tagesordnungspunkt segneten die zwölf anwesenden Gemeindevertreter ebenfalls ohne Gegenstimme ab.

Resolution gegen Windkraft

Das gleiche Abstimmungsverhalten zeigten die Parlamentarier bei der Verabschiedung einer Resolution in Sachen Windkraft an die hessische Landesregierung. Darin sprechen sich die Gemeindevertreter entschieden gegen den Bau von Windkraftanlagen in dem bisher geplanten Umfang auf dem Roteberg und dem Waltersberg (Heringen) aus. Es dürfe nicht hingenommen werden, dass die Lebensqualität durch Schattenwurf, Lärm und Störung des Landschaftsbildes beeinträchtigt werde.

Das Ziel der hessischen Landesregierung, zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie zur Verfügung zu stellen, sei auch in Friedewald ohne das Projekt Roteberg zu erreichen. Entlang der Autobahn 4 gebe es noch genügend geeignete Flächen.

„Wir wissen, dass wir bei der Windkraft als Kommune rechtlich keinerlei Zugriff haben, dennoch ist diese Resolution sinnvoll, um ein Zeichen zu setzen. Auch die Vertreter von OL und CDU erachten diese Resolution als äußerst sinnvoll. Überhaupt hatte erst die CDU dafür gesorgt, dass sich die Parlamentarier mit der Thematik Windkraft befasst haben. Zum Abschluss wurde dann nicht der CDU-Text, sondern eine von allen getragene Textversion verabschiedet.

Hoffen auf die Heringer

Im Hinblick auf die zehn geplanten Anlagen auf dem Waltersberg – gelegen im Dreieck Herfa, Lautenhausen, Unterneurode – hofft Wilfried Möller (CDU) auf Widerspruch der Heringer Stadtverordneten. „Gerade in Herfa werden die Menschen in den Wintermonaten täglich von 15 bis 17 Uhr sehr durch den Schattenwurf beeinträchtigt.“

Von Mario Reymond

Kommentare