Knappschaft zahlt für jedes Kilo einen Euro – Geld aus Fastenaktion ist für Mädchen in Kenia bestimmt

Pfunde purzeln – Kasse klingelt

Fastenaktion: Viele Pfunde – knapp 15 – purzelten bei Birgit Heider. Sie wird getragen von Bernd Schleich, Bürgermeister Ralf Orth und Patrick Loske. Vorne Lydia Rachier-Kiefer und Anja Pforr (Knappschaft). Rechts Residenzleiterin Beata Paluchowska. Foto: Reymond

Philippsthal. Die Schulausbildung der zwölf Jahre alten Helen aus dem kenianischen Rongai ist für mehr als zwei Jahre gesichert. Fast 1000 Euro sind bei der gemeinsamen Fastenaktion der Seniorenresidenz Ambiente und der Knappschaft in Philippsthal zusammengekommen. Beim Abschlusswiegen am Gründonnerstag wurde jedes in der Fastenzeit verlorene Kilogramm von der Knappschaft mit einem Euro belohnt.

9,5 Kilo sind runter

Bei den Männern hatte Dr. Thomas Lepper die Nase vorn. Er hatte 9,5 Kilogramm abgespeckt. Bei den Frauen lag Birgit Heider mit 7,4 Kilogramm an der Spitze. Die Philippsthalerin hatte in den vergangenen fünf Wochen auf süße Säfte und Kohlenhydrate verzichtet. Außerdem joggte sie täglich und hielt sich im Studio fit.

Bernd Schleich, Koordinator Versorgungsmanagement bei der Knappschaft in Frankfurt, hatte den Alkohol unter Verschluss gehalten und abends fast keine Süßigkeiten mehr verdrückt. Der Bewegungsmuffel drückte sein Gewicht so um 2,4 Kilo nach unten. Selbst legte er noch einmal 50 Euro in die Kasse. Denn neben dem Geld der Knappschaft sollte jeder Teilnehmer selbst einen Obolus beisteuern. Bestenfalls die Summe, die durch den Verzicht eingespart worden ist.

Das Geld wird nun auf ein Konto im kenianischen Rongai überwiesen. Empfängerin dort ist die Mutter von Lydia Rachier-Kiefer. Die aus Kenia stammende Lydia absolviert zurzeit eine Ausbildung zur Altenpflegerin in der Residenz Ambiente. „Ihre Mutter wird dafür sorgen, dass das Geld auch tatsächlich für Helens Schulausbildung verwendet wird“, erklärt Residenzleiterin Beata Paluchowska. Durch Schulbescheinigungen, Zeugnisse, persönliche Briefe und aktuelle Fotos von Helen werden die Spender und Aktionsteilnehmer über die Entwicklung des Mädchens informiert. Etwa 460 Euro kostet die Schulausbildung samt Verpflegung pro Jahr in dem kenianischen Internat. Vielleicht besteht die Möglichkeit, die kleine Helen auch über die kommenden zwei Jahre hinaus zu unterstützen. Denn die Bad Hersfelder Altenpflegeschule von Lydia Rachier-Kiefer wird ebenfalls einen Geldbetrag spenden. Außerdem wollen im kommenden Jahr die Residenz Ambiente und die Knappschaft die gemeinsame Aktion wiederholen.

Von Mario Reymond

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