Bergmannsverein „Glückauf Wintershall“ besucht das weihnachtlichen Erzgebirge

Parade zum Lichtelfest

Die Mitglieder des Bergmannsverein Wintershall beteiligten sich an der Parade zum Lichtelfest im sächsischen Schneeberg. Foto: nh

Schneeberg/Heringen. Einer langjährigen Tradition folgend besuchte der Wintershaller Bergmannsverein auch in der diesjährigen Adventszeit wieder eine Bergparade im Erzgebirge. In diesem Jahr war die Bergstadt Schneeberg das Ziel, wo jüngst das „Lichtelfest“ (gemeint sind Lichter) gefeiert wurde.

Die Bergleute aus dem Werratal starteten zunächst per Bus nach Chemnitz, um im Penta-Hotel die Zimmer zu beziehen. Danach ging die Reise weiter nach Schneeberg, wo nach Einbruch der Dunkelheit die Bergparade aus Anlass des Lichtelfestes begann. Das etwa 500 Meter lange Paradeband bestand aus einer Vielzahl von Bergmannsvereinen und Musikgruppen aus den Bergstädten des sächsischen Erzgebirges, aber auch aus Tschechien und anderen Bundesländern. Aus Hessen waren nur die Heringer gekommen, die mit ihren aus dem früheren Kalibergbau bekannten Karbidlampen mit offener Leuchtflamme vom Publikum großen Beifall erhielten.

Vier Kilometer marschiert

Der Marsch über vier Kilometer zog sich erst durch die Außenbezirke der Stadt und schließlich durch die historische Innenstadt.

Obwohl der Bergbau im Erzgebirge längst der Vergangenheit angehört, ist ihm die Bevölkerung eng verbunden und stand dicht gedrängt und voller Begeisterung an der Strecke. Die Parade endete schließlich vor dem festlich beleuchteten Rathaus auf dem historischen Marktplatz, mit einem Bergkonzert aller Kapellen.

Der zweite Tag startete mit einem Besuch des großen Weihnachtsmarktes in Chemnitz, wo die Gelegenheit zu Weihnachtseinkäufen bestand. Es folgte eine Grubenfahrt in ein ehemaliges Kalkbergwerk, das heute als „Felsendome Rabenstein“ ein beliebtes Besucherbergwerk mit 70 000 Besuchern pro Jahr ist. Über viele Jahrhunderte wurde dort unter Tage hochwertiger Kalk abgebaut, der als Werkstein und Branntkalk Verwendung fand.

Nach einem üppigen Mittagsmahl in der am Bergwerk liegenden Gaststätte und einem kräftigen Umtrunk ging es für die Heringer Bergleute nach zwei erlebnisreichen Tagen wieder zurück ins Hessenland. (red/rey)

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