Neuer Vertrag soll Zukunft des Museums in der Vachaer Burg Wendelstein sichern

Ohne Helfer geht es nicht

Berühmtheiten aus dem Fernsehen: Die originale Frau-Elster-Puppe aus dem DDR-Sandmännchen wird im Museum Burg Wendelstein in Vacha ausgestellt. Eine neue Vereinbarung zwischen Stadt und Heimatverein sichert den Fortbestand der Schau. Foto: Archiv

Vacha. Um den Betrieb des Vachaer Museums in der Burg Wendelstein dauerhaft zu sichern, ist eine Vereinbarung zwischen der Stadt Vacha und dem Heimat- und Geschichtsverein geschlossen worden. Diese beinhaltet eine Finanzspritze für den Verein.

Überregional bekannt ist das Museum durch seine Ausstellungen zur Stadt- und Grenzgeschichte, vor allem aber durch seine umfangreiche Puppensammlung. Unter anderem wird dort die erste handgefertigte Puppe der Frau Elster aus den Märchenwald-Geschichten des DDR-Fernsehens gezeigt.

Mitglieder springen ein

Ohne den Heimat- und Geschichtsverein Vacha wäre der Betrieb des Museums nicht möglich. Museumsleiter Eugen Rohm ist von der Stadt auf geringfügiger Basis angestellt. Um die Öffnungszeiten abzudecken, springen die Mitglieder des Vereins ein. Bisher wurde diese ehrenamtliche Arbeit nicht honoriert. Künftig soll es von der Stadt einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro geben, um mit diesem Geld eine Aufwandsentschädigung zahlen zu können. Das ist Teil einer neuen Vereinbarung zwischen Stadt und Verein. „Das Museum ist der wichtigste touristische Anlaufpunkt in der Stadt. Es hat in der Regel von den Osterferien bis zu den Weihnachtsferien an sechs Tagen in der Woche geöffnet – und das mit einer ehrenamtlichen Betreuung. Das ist aller Ehren wert und verdient unsere Anerkennung“, befand Bürgermeister Martin Müller (CDU). Die Stadt als Eigentümerin der Burg Wendelstein bezahlt für das Museum alle Betriebs- und laufenden Unterhaltungskosten, finanziert die Stelle des Museumsleiters auf Basis geringfügiger Beschäftigung und ist für alle Ausgaben zuständig, die das Gebäude betreffen.

Der Verein kümmere sich im Gegenzug um die Vorbereitung und Betreuung von Ausstellungen, pflege das Inventar und übernehme kleinere Reparaturarbeiten. Die wichtigsten Aufgaben der Vereinsmitglieder und Helfer seien, die Öffnungszeiten sicherzustellen, Besucher und Touristen zu betreuen und beraten, Museumsführungen zu organisieren und Auskünfte zu erteilen.

Ausgaben nachweisen

In dem Vertrag ist auch geregelt, dass der Verein gegenüber der Stadt nachweisen muss, was er mit dem Geld tut. Sollte die Thüringer Ehrenamtsstiftung ebenfalls Geld zuschießen, würde sich die Zuwendung der Stadt um denselben Betrag reduzieren. Der jährliche Zuschuss der Stadt Vacha für das Museum beträgt laut Haushaltsplan-Entwurf 2015 etwa 22 500 Euro. „Kostengünstiger dürfte ein Museum nicht zu betreiben sein“, heißt es in der von der Verwaltung ausgearbeiteten Vorlage.

Von Beate Funk

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