DRK-Rettungsdienstsymposium findet in Hohenroda statt

Notärzte werden knapp

Hohenroda. Unter der Schirmherrschaft des hessischen Sozialministers Stefan Grüttner findet am Donnerstag und Freitag, 15. und 16. November, das 12. Rettungssymposium im HessenHotelpark in Hohenroda statt.

Das vom Deutschen Roten Kreuz, Landesverband Hessen, veranstaltete Symposium steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Rettungsdienst im Wandel – Veränderungen gestalten“. Gemeinsam mit 500 Teilnehmern aus ganz Deutschland diskutieren Verantwortliche im Rettungsdienst, Politiker, Ärzte sowie Vertreter von Krankenkassen und Verbänden die Zukunft des Rettungsdienstes.

Thematisch wird ein breites Spektrum angeboten, von ethischen Betrachtungen zur Kosten-Nutzen-Rechnung in Notfallmedizin und Rettungsdienst über Möglichkeiten der Psychohygiene für Rettungsdienstmitarbeiter bis hin zur Rolle des Rettungsdienstes als Auffangbecken gesellschaftlicher Probleme. Internationale Rettungsdienstexperten wie Dr. Laszlo Gorove aus Ungarn und Noriyoshi Ohashi aus Japan geben zudem Einblick in ihren beruflichen Alltag.

Für Diskussionen wird sicher das neue Notfallsanitäter-Gesetz sorgen, mit dem die Ausbildungsdauer für den rettungsdienstlichen Fachberuf auf drei Jahre angehoben wird. Es fehlt jedoch weiterhin die deutschlandweite einheitliche Zuordnung von Kompetenzen beim nichtärztlichen Personal und somit die dringend nötige Rechtssicherheit.

Kontrovers diskutieren

Kontroverse Diskussionen sind auch zur Zukunft der notärztlichen Leistung im Rettungsdienst zu erwarten. „Als DRK bekennen wir uns klar zu einem arztgestützten Rettungswesen. Noch sind wir in Hessen davon verschont, aber auch wir müssen zu Kenntnis nehmen, dass es in Deutschland kein Einzelfall mehr ist, wenn Notarzteinsatzfahrzeuge abgemeldet werden müssen, weil keine Notärzte mehr zur Verfügung stehen“, sagt Hannelore Rönsch, Präsidentin des DRK-Landesverbandes Hessen. (red/rey)

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