Schwungvolle Tänze und kuriose Gespräche beim Dorfabend in Lautenhausen

Noll könnte Roth ersetzen

Stammtischrunde: Als gut informiertes Trio gaben Horst Deiseroth, Dieter Heusner und Alfred Ries (von links) Neubürgermeister Dirk Noll schon ‘mal Karriere-Empfehlungen für spätere Zeiten. Foto: roda

Lautenhausen. Auch in der 63. Ausgabe ihres Dorfabends hatte die Trachten- und Volkstanzgruppe (TVG) Lautenhausen erneut Besucher in reichlicher Anzahl ins Dorfgemeinschaftshaus gelockt. Noch kurz vor Beginn mussten sogar zusätzlich Bänke aufgestellt werden. Und die erste Zuschauerreihe saß gerademal auf Armeslänge von der Bühne entfernt.

Obwohl die Veranstaltung schon seit Jahren stets ähnlich abläuft, erfreute sich das Publikum wieder am Auftritt des allerjüngsten Volkstanz-Nachwuchses, der dann auch mit sichtbarer Freude den Beifall genoss. Zuvor hatten Musikgruppe sowie Chor der TVG das Programm eröffnet und Vorsitzender Alfred Ries die Gäste begrüßt. Die Überraschung stand ihm aber ins Gesicht geschrieben, als er von Cornelia Wittich im Namen der Gruppe die goldene Vereinsnadel für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit angesteckt bekam. In ihrer Laudatio würdigte die Gratulantin extra die über 23-jährige Tätigkeit als Vorsitzender, während der Ries mit besonderem Einsatz für die TVG gewirkt habe.

Die Bühne wird zu klein

Weiter im Programm ging’s dann mit schwungvollen Volkstänzen der Jugend- und Erwachsenengruppe. Allerdings wird bei ausladenden Tanzfiguren der Platz auf der eher kleinräumigen Bühne etwas knapp. Doch damit mussten auch die Gäste aus Altenmittlau bei Gelnhausen zurecht kommen. Deren Sprecher kündigte die Senioren der beiden Tanzgruppen nicht als „Oldies“, sondern als „Spätlese“ an.

Zudem erfreuten sich die Zuhörer an den Biertischgesprächen von Horst Deiseroth, Dieter Heusner und Alfred Ries. Wurde doch Neu-Bürgermeister Dirk Noll erstmals einer kritisch-positiven Bewertung unterzogen.

Hintersinnig schwadronierte das bierselig Trio, Noll könne irgendwann sogar die SPD-Ämter eines vielleicht amtsmüden Michael Roth übernehmen. Die Erfahrung zumindest als langjähriger Gastgeber der Landes-SPD im Hotel „Prinz von Hessen“ habe er bis dahin jedenfalls.

Doch mit besonderer Aufmerksamkeit erwartete das Publikum den Auftritt der Theatergruppe. Zum eher schlichten Titel „Beim Arzt“ behandelten Wolfgang Querl und seine amouröse Sprechstundenhilfe Renate Morzinietz ihre Kundschaft nach dem Prinzip „Ich bin der Doktor Eisenbart, kurier die Leut’ nach meiner Art“. Dabei mussten sich Bernd Möller, Hans-Christoph Lippert, Gertrud Deiseroth, Claudia Ißlaib, und Brunhilde Sauer allerhand rüde Behandlungsmethoden gefallen lassen, die natürlich mit großer Belustigung aus dem Saal quittiert wurden. Petra Möller unterstützte das Team als Souffleuse.

Mit beschwingten Melodien der TVG-Musikgruppe klang die Veranstaltung aus. Durchs Programm führten die beiden Jung-Moderatoren Maximilian Branz und André Güth. (ha)

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