Restrisiko entlang des Grünen Bandes

Noch Minen bei Vacha und Geisa

Vacha. An der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu Hessen und Bayern ist die Minengefahr in Thüringen nicht völlig ausgeräumt.

Laut eines Gutachtens bestehe auf rund 25 Kilometern ein Restrisiko, sagte der Sprecher des Thüringischen Umweltministeriums, Andreas Maruschke. Die Wege seien aber sicher. Geringe Gefahr bestehe abseits davon. Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) hatte im Herbst 2010 ein zusätzliches Gutachten für das Grüne Band in Auftrag gegeben.

Demzufolge gibt es Gebiete mit erhöhtem Restrisiko, beispielsweise in der Rhön von Vacha über Geisa bis Tann. Betroffen ist auch der Bereich Treffurt bei Eisenach. An der Grenze zu Oberfranken seien es Abschnitte von Bad Rodach bis Sonneberg, zu Unterfranken reichte er südlich von Meiningen bis ins Grabfeld. Einzelne Minen könnten durch Regen oder Bäche weggespült worden sein, hieß es.

18 000 Minen liegen noch

Die DDR hatte an der einstigen 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze etwa 800 Kilometer davon durch Minenfelder gesichert. Dabei waren rund 1,2 Millionen Minen verlegt worden. Trotz spezieller Minenräumungen Anfang der 1990er Jahre blieben nach Schätzungen bis heute noch an die 18 000 Minen unentdeckt. (red/rey)

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