Klaus Adamaschek alias Shiregreen stellte seine neue CD mit deutschen Songs in Friedewald vor

Neue Lieder in der alten Burg

Shiregreen auf der Wasserburg Friedewald: Unterstützt von Sascha Schmitt (Akkordeon, Keyboards), Paul Adamaschek (Bass, Gesang, Percussion, Keyboards) und Marisa Linß (Gesang) (von links), stellte „Shiregreen“ Klaus Adamaschek (Gitarre, Gesang, Zweiter von rechts) seine neue CD in der Wasserburgruine Friedewald vor. Foto: Landsiedel

Friedewald. Zum Beginn der Sommerferien präsentierte der Heimatverein Friedewald am Freitag abend auf der historischen Wasserburg in Friedewald ein stimmungsvolles Open-Air-Konzert mit dem heimischen Folksänger und Liedermacher Klaus Adamaschek alias Shiregreen.

Nach einigen älteren Songs „zum Aufwärmen“ spielte Shiregreen neue, zumeist deutschsprachige Lieder aus seinem aktuellen Album „Neue Pfade“. Nachdem vor zwei Jahren Wolfgang Niedecken (BAP) seine neue Solo-CD bei wirklich „arschkaltem“ Wetter in der Friedewalder Wasserburg vorgestellt habe, sei auch in ihm der Wunsch gereift, hier einmal eine neue Platte zu präsentieren, berichtete Klaus Adamaschek zum Einstieg schmunzelnd.

Lagerfeuer-Romantik

Anders als seinerzeit Wolfgang Niedecken konnten sich diesmal Musiker und Publikum über einen angenehm milden Sommerabend freuen. Als schließlich noch mit hereinbrechender Dunkelheit im Burghof große Holzfackeln entzündet wurden, entstand echte Lagerfeuer-Romantik.

Unterstützt von Sascha Schmitt (Akkordeon, Keyboards), Paul Adamaschek (Bass, Gesang, Percussion, Keyboards) und der bezaubernden Marisa Linß (Gesang) trug Shiregreen zur Akustikgitarre tiefgehende und authentische Texte mit seiner markanten Stimme vor, die irgendwo zwischen Leonhard Cohen und Reinhard Mey angesiedelt ist. Eher leise und mit einem Schuss Selbstironie das Lied „Sandburgen bauen“, kraftvoll „Colorado“ als Hymne an einen großen Fluss, dessen Lauf Adamaschek während einer USA-Reise mit einem alten Wohnmobil über 1 000 Meilen gefolgt ist oder „Viertel vor Drei“ als leicht ironische Liebeserklärung an die Bahnstrecke Bebra-Kassel, an der er in einem altem Bahnwärterhäuschen lebt und jeden Morgen zur selben Zeit durch einen Güterzug geweckt wird.

Zwischen den einzelnen Liedern gab er kurze Anekdoten oder auch die eine oder andere Hintergrundgeschichte zu seiner Musik und aus seinem Leben zum Besten. So bekannte er unter anderem freimütig, dass er eigentlich kein echter Waldhesse sei, sondern aus dem Ruhrgebiet stamme - „Meine Fulda war der Rhein-Herne-Kanal“ - und erst später ins „Auenland“, sprich das Fuldatal, gezogen sei.

Das Publikum war mehr als begeistert, spendete immer wieder viel Applaus und entließ die Musiker erst nach mehreren Zugaben und dem „wirklich allerletzten Song“ von der Bühne.

Von Thomas Landsiedel

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