Deutsches Rotes Kreuz steht für Hilfe: Blutspender sind Lebensretter

Mit 0 negativ allen helfen

Julia Reymond aus Schenklengsfeld hat die seltene Blutgruppe 0 negativ. Mit ihrem „Universal-Blut“ kommt sie für jeden Menschen als Spenderin infrage. Seit ihrem 18. Geburtstag geht sie daher regelmäßig zum Blut spenden. Foto: Reymond

Schenklengsfeld. Immer wieder einmal werden in Kliniken aus den unterschiedlichsten Gründen die Blutkonserven knapp. Jüngstes Negativbeispiel war die Grippewelle im Januar und Februar. Da sind auch in der Region die Blutvorräte sehr rasch zur Neige gegangen.

In solchen Fällen können insbesondere Menschen mit der seltenen Universal-Blutgruppe 0 Rhesus negativ helfen, da sich ihre Blutgruppe mit allen anderen Blutgruppen verträgt. Problem: Nur etwa sechs Prozent der Menschen in Deutschland haben diese Universalblutgruppe.

Dauert nur halbe Stunde

Julia Reymond aus Schenklengsfeld, die heute ihren 21 Geburtstag feiert, ist eine der wenigen mit dieser Universalblutgruppe. Und sie spendet regelmäßig ihr Blut. „Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Es bedarf eigentlich keiner großen Anstrengung und nach etwa einer halben Stunde ist alles vorbei“.

Wie wichtig es ist, Blut zu spenden, erleben Ärzte in Kliniken fast täglich. Insbesondere Unfallopfer, bei denen sich Blutungen nicht schnell stoppen lassen, sind auf Blutspenden angewiesen. In Extremfällen kommt es vor, dass bei Schwerverletzten bis zu acht Liter verbraucht werden, ehe die Blutgruppe ermittelt ist. Solange müssen diese Menschen mit 0 negativ-Konserven versorgt werden, ehe Konserven in der jeweiligen Blutgruppe eingesetzt werden können.

Jeden Tag entnimmt der DRK-Blutspendedienst in Nordhessen 250 bis 300 Spenden. Aber nur etwa fünf Prozent sind von der Universal-Blutgruppe 0 Rhesus negativ, also 15 bis 20 Konserven. Wenn es drei bis fünf schwere Unfälle auf einmal geben würde, dann sind ganze Wochenbestände schnell verbraucht.

Daher ist es wichtig, dass viele Menschen zur Blutspende gehen. Egal, welche Blutgruppe sie haben. Ganz besonders aufgerufen sind natürlich Menschen wie Julia, die mit ihrem Blut allen helfen können.

Von Mario Reymond

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