Sondersitzung des Heringer Stadtparlaments

Die nächste Runde in der Chaospolitik

Heringen. In der Heringer Stadtpolitik regiert weiter das Chaos. Nachdem am Mittwoch dieser Woche eine Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses – wegen zu geringer Beteiligung – geplatzt war, forderten die Fraktionen von SPD, CDU und UL umgehend den Stadtverordnetenvorsteher Detlef Scheidt (SPD) auf, eine außerordentliche Sitzung des Stadtparlaments für die kommende Woche anzuberaumen.

Die Ausschusssitzung, in der auch das Haushaltssicherungskonzept beraten werden sollte, konnte übrigens wegen des Fehlens der drei Sozialdemokraten und des einen Christdemokraten nicht stattfinden. Der Stadtverordnetenvorsteher lädt nun für Mittwoch, 9. April, ab 16 Uhr zur Parlamentssitzung in die Mehrzweckhalle von Widdershausen ein.

Themen sind der Widerspruch des Bürgermeisters zu den von den Stadtverordneten geforderten Veränderungen für das Haushaltssicherungskonzept. Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist dann die abermalige Überarbeitung des Konsolidierungskonzepts, das in seiner bisherigen Form auch von der Kommunalaufsicht abgelehnt worden war.

Über die Vorgehensweise von SPD, CDU und UL zeigt sich Oliver Kühnel (WGH) nicht erfreut: „Bei so einem Politikverständnis können wir die Ausschüsse gleich ganz abschaffen. Zum Lachen ist das nicht mehr.“

Von Mario Reymond

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