Mystische Orte für Pilger

Beschilderung des Lutherweges hat begonnen

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Sie wissen wo es lang geht: Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll (Mitte) mit Kurdirektor Christian Mayer, Rudolph Marx und Hartmut Ziehn vom Lutherwegsverein und der Geograf Michael Teusch vom Büro Grontmij, der den Weg markierte.

Hersfeld-Rotenburg. Pilger auf dem Lutherweg zwischen Worms und der Wartburg müssen ab sofort keine Angst mehr haben, unterwegs von rechten Weg abzukommen. Denn auch im Kreisgebiet sind jetzt die ersten Schilderpfosten aufgestellt worden – wie etwa auf dem auf dem Dorfplatz in Friedewald.

Bürgermeister Dirk Noll hat schon die Wanderer und Pilger vom Lutherweg im Blick und erwartet Impulse für den Tourismus, wenn der Weg bald ganz fertig ist. Damit wird die Wegeroute zwischen Bodesruh und Burg Herzberg, die der historischen Handelsstraße „Kurze Hessen“ folgt, mit dem grünen Lutherweg-L auf weißem Grund markiert. Das Markierungszeichen ist an Bäumen in Wald und Flur, als Aufkleber an Pfosten und Wegeschildern zu finden.

Neue Pfosten mit Hinweisschildern zeigen die nächsten Etappenziele: „Wasserburg Friedewald“, Stiftsruine Bad Hersfeld“ „Schloss Eichhof“ und „Burg Herzberg“ sind markante Ziele auf der Pilgerroute. Mancher mystische Ort wartet auf Pilger entlang der Strecke, offene Kirchen in den Dörfern, alte Wegemarken entlang der Kurzen Hessen, Burgen und Schlösser.

Mehr als drei Jahre sind vergangen, als eine Pilgergruppe im Herbst 2012 zum ersten Mal die Strecke zwischen Bodesruh und Friedewald begangen hat. Damals waren die Pilger unterwegs, um den Weg zu testen und die ersten Pilgererlebnisse miteinander zu teilen, um Gemeinschaft und Naturerlebnis zu erfahren.

Inzwischen ist viel passiert: Der Verein Lutherweg in Hessen wurde gegründet, eine Routenführung für den Lutherweg 1521 zwischen Worms und Wartburg mit vielen Aktiven in Städten und Gemeinden am Weg ausgearbeitet. Zahlreiche Abstimmungen mit Verantwortlichen wurden geführt, so Vorsitzender Rudolf Marx, um Fördermittel beim Land Hessen für die Wegeeinrichtung gewinnen zu können.

Die ersten Logos am Weg

Dank der Förderung durch das Land Hessen, der Eigenbeteiligung der Kommunen am Weg sowie des Engagements zahlreicher Sponsoren, darunter die Sparkassen und die Flughafenstiftung RheinMain, konnte ein abgestimmter Finanzplan zur Umsetzung der Wegemarkierung entwickelt werden. Hartmut Ziehn vom Hersfelder Ableger des Lutherweg-Vereins ist zufrieden, nun findet man endlich die ersten Lutherweglogos am Pilgerweg.

Bis zum Winterbeginn werden die Markierungsarbeiten in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg abgeschlossen sein, im Frühjahr werden dann Informationstafeln aufgebaut und Rastplätze ergänzt.

Mit Beginn der Wandersaison nach Ostern 2016 ist der Lutherweg zwischen Worms und der Wartburg für jedermann begehbar. (red/kai)

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