Erwähnt im Breviarium Lulli

Mutesfelt ist 1250 Jahre alt

Interessant: Die Schulchronik mit dem Dorfgeschehen aus den Jahren 1864 bis 1971. Foto: Reymond

Motzfeld. Das Breviarium Lulli gliedert sich in drei Abschnitte, die sogenannten Tafeln. Die erste Tafel enthält die Schenkungen Karls des Großen bis zum Tod von Lullus im Jahr 786. Einzelne Nachträge stammen vermutlich aus den Jahren 802 und 814.

Die zweite Tafel zählt die Erwerbungen von Lullus und Schenkungen freier Personen bis zur Übergabe des Klosters an König Karl im Jahr 775 auf. Einige Nachträge erfolgten bis zum Tod von Lullus im Jahr 786. Man geht daher bei diesem Besitz davon aus, dass es dem Kloster zwischen 755 und 786 übergeben wurde.

Die Mitte ausgewählt

Auf dieser zweiten Tafel wird auch der Ort Mutesfelt (Motzfeld) erwähnt. Weil die genaue Ersterwähnung nicht ganz exakt zu bestimmen gewesen ist, haben sich die Motzfelder die Mitte zwischen 755 und 775 als Gründungsjahr ihres Ortes ausgesucht. Und somit feiern die Motzfelder in diesen Tagen den 1250. Geburtstag ihres Ortes.

„Wahrscheinlich ist der Friedewalder Ortsteil Motzfeld aber wesentlich älter. Das belegen das Gräberfeld aus der Karolingerzeit bei Hilmes sowie die Hügelgräber zwischen Motzfeld und Hof Weißenborn, die in den 20er Jahre entdeckt wurden“, sagt Herbert Jäger, der Chronist. Er hat mit dazu beigetragen, die 43 Seiten starke Festschrift zu verfassen. Sie soll am Jubiläumswochenende für vier Euro je Exemplar angeboten werden. Die Auflage beträgt 400 Exemplare.

Die dritte Tafel des Breviariums Lulli enthält schließlich Schenkungen freier Personen nach Übergabe des Klosters an Kaiser Karl nach 775.

Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier im DGH in Motzfeld steht die Schulchronik, die das Ortsgeschehen aus den Jahren 1864 bis 1971 dokumentiert. Zudem wird es eine Bilderausstellung mit mehr als 700 Motiven geben.

Von Mario Reymond

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