50 Jahre Heimat- und Verkehrsverein Ausbach – Feier am Freitag und Samstag

Museum zum Vorzeigen

Großmutters Kochnische: Angela Manthey und Christel Hugo (von links) haben es sich in der alten Bauernküche gemütlich gemacht.

Ausbach. Sein nunmehr 50-jähriges Bestehen will der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Ausbach am 10. und 11. August feiern. Das Jubiläum beginnt am morgigen Freitag um 18 Uhr mit einem Kommers im Veranstaltungsraum gegenüber dem Dorfmuseum.

Am Samstag wird um 14 Uhr das Backhausfest eröffnet. Neben Original Usbicher Ploatz, werden auch Kuchen und andere leckere Spezialitäten angeboten. Zur Unterhaltung spielt der Musikverein Ransbach.

Musik gibt es auch abends ab 20 Uhr, wenn das Ringberg-Echo im Museumshof zum Tanz aufspielt. Und falls das Wetter nicht mitmacht, wird der Reigen im Saal nebenan fortgesetzt.

Das Ortsbild verschönern

Als die Veteranen des HVV ihren Verein vor 50 Jahren aus der Taufe hoben, hatten sie zunächst die Verschönerung des Ortsbildes im Sinn. Dazu kamen an die 30 Ausbacher am 18. März des Jahres 1962 zur Gründungsversammlung in die Gastwirtschaft Götz und wählten Karl-Heinz Miller zum Vorsitzenden. Konrad Mohr wurde sein Stellvertreter. Lehrer Joachim Molzahn führte das Schriftliche, und Otto Heiderich verwaltete die Kasse. Die Funktion des Kulturwartes übernahm Albert Deis. Um die fachlichen Dinge des Bauens kümmerte sich Arno Ernst und um die Pflanzen Heinrich Bommer.

Mit Elan ging es sogleich ans Werk. Der Friedhof war erstes Objekt für größeren Arbeitsaufwand. Ebenso wurden rund ums Dorf Ruhebänke aufgestellt und der Rastplatz „Bommers Ruh“ eingerichtet.

Mit der Unbekümmertheit des Anfängers nahm Ausbach damals sogar am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil. Drei Jahre nach der Gründung übernahm Albert Deis den Vorsitz, den er dann auch 20 Jahre lang inne hatte. Während dieser Zeit wurden mehrere Vorhaben verwirklicht, die bis heute Bestand haben, wie zum Beispiel die Schutzhütte. Gleichfalls hat sich die Sonnenwendfeier zum festen Jahrestermin entwickelt.

Als bis dahin größtes Ereignis wurde 1980 das 650-jährige Dorfjubiläum gefeiert. Ab dem Jahr 1995 übernahm mit Arnold Sippel als Vorsitzendem und seinem Stellvertreter Ernst Deiseroth eine jüngere Generation die Führung des Vereins, der Kassiererin Christel Hugo und Schriftführer Hans Mänz mit langjähriger Erfahrung zur Seite standen. Schon damals wurde das leere Bauernwohnhaus der Familie Hahn als zukünftiges Dorfmuseum ins Gespräch gebracht. Als drei Jahre später Ute Trombach und Anja Angersbach in den Vorstand nachrückten, wurden die Museumsvorstellungen konkreter ausgearbeitet.

Bis zur Einweihung im Jahr 2007 krempelte der Verein mit zunehmender Unterstützung jüngerer Mitglieder das Gebäude um und installierte dort eine Ausstellung über die Lebensumgebung eines dörflichen Bauernhaushalts zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Die Eröffnungsfeier morgen Abend im Hof mit Musik und viel Publikum ist dann auch als Belohnung für die langjährige Arbeit. Mit einer weiteren Kraftanstrengung wird jetzt noch das Backhaus eingerichtet, aus dessen Ofen am Samstag die leckeren Imbisshappen kommen sollen. (ha)

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