Hessens kleinstes Bethaus in Malkomes ist nach Sanierung wieder zugänglich

Mittelpunkt fürs Dorf

Zimmer mit Empore: In seinem Grundriss von vier mal fünf Metern hat das Bethaus in Malkomes gerade normale Raumgröße. Es soll für Trauungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Foto: roda

Malkomes. Nach über einem Jahr Sanierung ist in Malkomes Hessens kleinstes Bethaus wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Anlässlich einer Feier vor dem im Jahr 1734 errichteten Gebäude sprach Schenklengsfeld Bürgermeister Stefan Gensler allen an der Bauausführung beteiligten Handwerksfirmen seine Anerkennung aus. Denn es sei Fingerspitzengefühl erforderlich gewesen, einerseits den historischen Charakter des Bauwerks zu erhalten, andererseits aber auch seine heutige Verwendbarkeit zu ermöglichen.

Gensler informierte zudem, dass 140 000 Euro für das Projekt zur Verfügung stünden. Davon seien bisher knapp 137 000 Euro ausgegeben worden. Zur weiteren Nutzung ist geplant, das Haus nun als Standesamt nach Bedarf für weltliche Trauungen sowie für kulturelle Veranstaltungen anzubieten.

Wesentlich für den Erhalt des Bauwerks und seine fachgerechte Restaurierung aber hat sich Karl Honikel in seiner Funktion als Vorsitzender des Schenklengsfelder Heimatvereins eingesetzt. In einem kurzen Überblick zur Geschichte erwähnte er, dass der Bau des Bethauses damals wesentlich dem Wunsch der Dorfbewohner von Malkomes, Dinkelrode und Schenksolz entsprochen habe, um dort ihre religiösen Bedürfnisse erfüllen zu können.

Die Glocke im Malkomeser „Dom“ – so jedenfalls die Bezeichnung der Einheimischen – ist nach Honikels Information 1950 eingebaut worden. Sie ersetzte die im 2. Weltkrieg eingeschmolzene und stammt aus der evangelischen Kirche in Sinn im Westerwald. Das Leutwerk ertönt nun zu Beerdigungen sowie dreimal zu verschiedenen Tageszeiten. (ha)

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