K+S informierte über Stand der verschiedenen Maßnahmen zum Gewässerschutz

200 Millionen Euro verbaut

Heringen. 250 Zuhörer haben sich am Mittwochabend im Heringer Bürgerhaus über aktuelle Projekte an den drei K+S-Standorten des Werkes Werra informiert, die zum Gewässerschutz beitragen sollen.

Etwa zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich stehen demnach drei Großprojekte vor dem Abschluss. Dabei handelt es sich um die Umstellung der Kieseritwäsche auf das trockene ESTA-Verfahren am Standort Hattorf, um die kalte Vorzersetzung von Carnallit in Unterbreizbach sowie die Erweiterung der Eindampfkapazität am Standort Wintershall. Diese drei Projekte stehen kurz vor dem Abschluss.

Die Anlagen sollen im Dezember in Betrieb gehen. Mit der Inbetriebnahmen seien dann bereits 90 Prozent der abwassereinsparenden Effekte erreicht. „Wir halten Wort“, sagte Werksleiter Dr. Rainer Gerling. Mit dieser neuen Technik an den drei Standorten werde das Salzabwasservolumen auf etwa acht Millionen Kubikmeter pro Jahr heruntergefahren. Ziel sind sieben Millionen Kubikmeter. Im Jahr 2006 fielen noch 14 Millionen Kubikmeter Salzabwässer an.

Von den bis Ende 2015 eingeplanten 360 Millionen Euro wird K+S bis Ende des Jahres 200 Millionen Euro investiert haben.

Verbundleitung in Bau

Dass man den Standort Unterbreizbach unter anderem durch einen Leitungsverbund abwasserneutral bekommt, stellte Heiko Spaniol, der für die Projektkoordinierung der Großprojekte zuständig ist, dar. Dafür wird derzeit eine acht Kilometer lange Leitung zwischen den Standorten Hattorf und Wintershall verlegt. Die Fertigstellung der Leitung ist für das kommende Frühjahr geplant.

Bereits am 4. Oktober in Betrieb gegangen ist die 64,3 Kilometer lange Laugenleitung zwischen den Werken Neuhof-Ellers und Hattorf. Durch diese Leitung fließt das Abwasser der Neuhofer Halde nach Philippsthal, um dort in die Werra eingeleitet zu werden.

Die Leitung musste kommen, da für Neuhof-Ellers die Versenkerlaubnis in den Plattendolomit im Jahre 2007 ausgelaufen war. Seitdem wurde die Lauge in Tanklastzügen von Neuhof ins Werratal gebracht. Täglich rollten 70 bis 90 dieser Brummer über die Straßen. 1,1 Millionen Kubikmeter Haldenwasser fließen nun jährlich durch dieses Leitungssystem. Weitere Artikel

Von Mario Reymond

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