Wasserbeschaffungsverband informiert in Friedewald über Arbeiten am Leitungsnetz

19 Millionen Euro fürs Wasser

Friedewald. Einziger Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der Bürgerstube Friedewald war die Information zu den geplanten Bauprojekten des Wasserbeschaffungsverbandes „Ostteil - Kreis Hersfeld-Rotenburg“.

Vorsitzender Bernd Iffland hatte bereits in der Einladung zur Veranstaltung der interessierten Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, an diesem Abend auch Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Dirk Noll und den Verbandsvorsteher des Wasserbeschaffungsverbandes Ost, Heringens Bürgermeister Hans Ries, folgten aber nur wenige Bürger den Ausführungen des technischen Betriebsleiters Heiko Habermann. So geht dieser davon aus, dass die mittelfristig anstehende Erneuerung des rund 60 Kilometer langen Wasserleitungsnetzes sich auf etwa 14 Millionen Euro belaufen werde. Für die dringende Sanierung von vier Hochbehältern, einer Wasseraufbereitungsanlage sowie zwölf sonstigen technischen Anlagen werden laut Habermann Investitionskosten von 4,6 Millionen Euro veranschlagt.

Ziel des Wasserbeschaffungsverbandes ist es, diese Arbeiten nach Möglichkeit in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren umzusetzen. Auch auf die hierdurch entstehende Gebührenentwicklung wurde eingegangen. Nach ersten Berechnungen könnten diese Investitionen zu einer Steigerung des Abgabepreises um 0,29 Euro pro Kubikmeter Frischwasser pro Jahr führen.

Die endgültige Prüfung dieser Umsetzungsvarianten mit den tatsächlichen Auswirkungen auf die Wassergebühren wird derzeit durch ein Fachbüro erledigt.

Im Anschluss an die Präsentation wurden noch zahlreiche Fragen beantwortet. So ging Verbandsvorsteher Ries auf die Auswirkungen der demografischen Entwicklung im Zusammenhang mit den vorgestellten Investitionen ein. Auch wurde das derzeit niedrige Zinsniveau als gute Ausgangslage für notwendige Investitionen angesehen. (red/rey)

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