Friedewald, Heringen und Philippsthal investieren ins Leitungsnetz

19 Millionen Euro, damit das Wasser fließt

Heringen. Knapp 19 Millionen Euro muss der Wasserbeschaffungsverband Ost in den kommenden zehn Jahren investieren, um die Trinkwasserversorgung der Menschen in Friedewald, Heringen und Philippsthal gewährleisten zu können.

Das Transportnetz des Verbandes ist 60 Kilometer lang. Die Gussleitungen liegen bereits seit über 40 Jahren im Boden. Und an ihnen hat der Zahn der Zeit kräftig genagt. Daher wird die weitaus größere Summe in das Verlegen von neuen Polyethylen-Rohren gesteckt. Etwa fünf Millionen Euro werden für die Instandhaltung der Hochbehälter benötigt.

Die Arbeiten sollen wenn möglich immer dann ausgeführt werden, wenn gleichzeitig Straßensanierungen anstehen. „Das senkt die Kosten. Etwa 2,3 Kilometer Wasserleitung haben wir während der Erneuerung der Landesstraße zwischen Wölfershausen und Herfagrund schon ausgetauscht“, erklärt Heringens Bürgermeister Hans Ries, der Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbands Ost ist.

Im Jahre 2010 hat der Wasserbeschaffungsverband Ost 96 000 Kubikmeter Trinkwasser von der Stadt Bad Hersfeld bezogen. Hinzu kommen 535 000 Kubikmeter, die aus eigenen Gewinnungsanlagen der Verbandsgemeinschaft stammen. Die Zusammenarbeit der drei Kommunen bei der Trinkwasserversorgung ist notwendig, da alle drei über zu wenige eigene Quellen verfügen. Das liegt auch daran, weil in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts viele Quellen an K+S abgetreten worden waren. Das Unternehmen benötigt für die Produktion ebenfalls sehr viel Wasser.

Für die Bürger in den drei Kommunen bedeutet dies, dass das Trinkwasser durch die Sanierungsarbeiten teurer werden wird. Verbandsvorsitzender Ries geht von einem Preis von sechs Euro pro Kubikmeter ab 2022 aus. Zurzeit zahlen die Heringer 2,95 Euro und die Philippsthaler 3,40 Euro.

ZUM TAGE, SEITE 5

Von Mario Reymond

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