Rosy und Norbert Unger aus Wölfershausen nutzen ihren Garten auf vielfältige Weise

Für Mensch und Tier

Natürliche Vielfalt: Die Gestaltung und Bewirtschaftung ihres Grundstücks mit großem Garten ist für Rosy (Foto) und Norbert Unger ein Teil der Lebenseinstellung. Der Erwerb eines Anwesens in Wölfershausen bot gute Voraussetzungen dafür. Foto: roda

Wölfershausen. Ein eigenes Haus mit Garten und Obstwiese war seit langem der Traum von Rosy und Norbert Unger, den sie sich vor nunmehr 18 Jahren mit dem Kauf eines Anwesens im Heringer Stadtteil Wölfershausen erfüllten.

„Vor allem der Garten ist unser Paradies für wunderschöne laue Sommerabende, an denen wir Sternschnuppen und Fledermäuse beobachten. Manchmal kommt auch eine Schleiereule zu Besuch. Tagsüber halten sich hier viele Vögel auf. Und selbst Ringelnattern haben wir schon beobachtet“, beschreibt Rosy Unger das bunte Treiben auf ihrem Grundstück. Als glücklicher Umstand kommt hinzu, dass der Herfabach an der Grenze vorbeifließt und so immer genügend Gießwasser liefert.

Der Wunsch nach natürlicher Lebensumgebung kommt bei den Ungers nicht von ungefähr. Denn beider Eltern hatten selbst große Gärten. Die Arbeit darin gehört somit zu den Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendzeit. Deshalb auch können Rosy und Norbert Unger ihr Grundstück nach eigenen Vorstellungen selbst gestalten. Allerdings haben sie die ursprüngliche Struktur des Gartens weitgehend erhalten.

Die Arbeit wird geteilt

„Wir wollten bewusst einen Nutz- und Blumengarten, der den früheren Bauerngärten ziemlich nahekommt“, erklärt Rosy Unger. Ergänzend wurde eine Hecke als Sicht- und Windschutz gepflanzt, Beete für Blumenstauden und Kräuter angelegt und ein Freisitz für den Aufenthalt an warmen Tagen hergerichtet. Mittlerweile ranken sich auch Efeu und Blauregen an der Scheunenwand hoch. Dort haben Zaunkönige, Grünfinken, Grauschnäpper und Amseln ihre Nistquartiere bezogen.

In der Bewirtschaftung des Gartens wird Arbeitsteilung praktiziert. Während Ehemann Norbert für die Frühjahrsbestellung, die Pflege der Pflanzenbeete, für Hecken- und Rasenschnitt sowie für das Umgraben im Herbst und das Kompostieren zuständig ist, erfüllt Rosy Unger mit der Ernte und dem Konservieren von Gemüse und Obst sowie der Blumenpflege ihren Teil des Jahresplans.

Ebenso kümmert sie sich um die Kräuterecke mit Minze, Salbei, Petersilie, Bohnenkraut, Thymian, Lavendel, Zitronenmelisse und vielen anderen würzenden Gewächsen, die im Sommer getrocknet und im Winter teils als heilsame Teemischungen verabreicht werden. Dafür hat die Tochter ihrer Mutter sogar liebevoll den Titel einer „Kräuterhexe“ verliehen.

Von Hans-H. Hartmann

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