Grundschule Hohenroda kommt nach Mansbach – Gebäudetrakt dort wird saniert

Mehrheit für Sparversion

Für einen Neubau der Grundschule Hohenroda in Ransbach stimmten im Kreistag nur die Vertreter von SPD und FDP (Foto). Die Mehrheit aus CDU, Grüne, FWG und Linke votierte für eine Sanierung der Schule in Mansbach. Fotos: Manns

Bad Hersfeld. Die Diskussion über den künftigen Standort der Grundschule Hohenroda ist vorbei. Der Kreistag hat sich während seiner Sitzung am vergangenen Montag mit knapper Mehrheit für die Sanierung des Komplexes in Mansbach und gegen einen Schulneubau in Ransbach ausgesprochen.

29:27 für Mansbach

29 Abgeordnete von CDU, Grünen, FWG und Linke hatten für den Standort Mansbach votiert. 27 Stimmen (SPD und FDP) entfielen auf den Standort Ransbach.

Vor der eigentlichen Abstimmung, zu der auch viele interessierte Gäste aus Hohenroda in den Kreistagssitzungssaal gekommen waren, hatten die einzelnen Fraktionen noch einmal ihre Standpunkte dargelegt.

Schon zweimal für Ransbach

Für die SPD hatte Hohenrodas Bürgermeister Jörg Schäfer die Vorzüge eines Neubaus ins Felde geführt. Demnach sei man dort vor bösen Überraschungen sicher. Ganz anders sehe dies bei zu sanierenden Gebäuden aus. Zudem sei die Parksituation in Ransbach deutlich besser. Auch merkte er an, dass sich die Gemeindevertretung Hohenroda in den vergangenen Jahren mehrheitlich gleich zweimal für einen Neubau in Ransbach ausgesprochen habe.

Als Gegenargument liefertete der Landrat, dass es das Grundstück in Ransbach nicht mehr kostenfrei geben würde. „Diese Beschlussfassung war mit einer Befristung zum 31. Dezember 2010 versehen. Heute dürfte dafür eine Mehrheit in der Gemeindevertretung Hohenroda nicht mehr gegeben sein“, merkte der Landrat an. Und der CDU-Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl äußerte die Hoffnung, dass man sich in Hohenroda trotz der kontroversen Standort-Diskussion, bald wieder in den Augen schauen könne.

Letztlich wurde der günstigeren Variante der Vorzug gegeben. Für die Schulsanierung in Mansbach sind Kosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Ein Neubau in Ransbach hätte mit 3,125 Millionen Euro zu Buche geschlagen.

Während die SPD im Vorfeld signalisiert hatte, im Falle einer Abstimmungsniederlage auch mit der Variante Mansbach leben zu können, hatte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (CDU) recht deutlich gemacht, dass er eine parlamentarische Zustimmung für die Neubauvariante in Ransbach sofort beanstandet hätte. Mehrkosten von 800 000 Euro könne er mit Blick auf die klammen Kreiskassen nirgendwo guten Gewissens vertreten. Zum Abschluss seiner Ausführungen merkte der Landrat noch an, dass es bei einer Abstimmung in seinem Sinne, dort morgen sofort weitergehen könne.

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Von Mario Reymond

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