Neues Dorfgemeinschaftshaus in Heimboldshausen für fast zwei Millionen Euro

Maroder Altbau weicht

Ralf Orth

Harnrode. Das alte und nicht mehr sanierungsfähige Dorfgemeinschaftshaus in Heimboldshausen wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Darauf haben sich die Philippsthaler Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Dienstagabend in Harnrode einstimmig geeinigt.

„Der Bauantrag soll in Kürze gestellt werden“, teilte Bürgermeister Ralf Orth mit. Über den Winter solle das Projekt ausgeschrieben und das alte Gebäude abgerissen werden. Für das Frühjahr sei dann der Beginn des Neubaus vorgesehen. Endgültig fertiggestellt werde der Komplex wohl in 2016.

Für den Neubau wird mit Kosten von 1,991 Millionen Euro gerechnet. Unter anderem stehen für dieses Projekt noch Haushaltsreste aus dem Jahr 2013 zur Verfügung. „Wünsche und Vorstellungen wurden immer wieder in Sitzungen des Arbeitskreises DGH aktualisiert und mit den Bedürfnissen der Bewohner abgestimmt, sodass wir heute mit der Zustimmung zur endgültigen Planungsvorlage die Gewissheit haben, dass dieses Gebäude den Wünschen der Heimboldshäuser entspricht“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrike Wenig.

Ein riesiger Saal

Das Gebäude wird im Obergeschoss einen fast 200 Quadratmeter großen Saal erhalten, der durch Abtrennungen verkleinert werden kann. Neben Garderobe, Umkleide und Toiletten befinden sich dort auch ein Thekenbereich und eine Küche. Im Untergeschoss wird nach längerer Diskussion nun eine Kegelbahn Schere eingerichtet. Im Gespräch war auch eine Bowling-Anlage, die jedoch nicht genügend Anhänger fand. Lager- und Technikraum, Toiletten, Vereinsraum und ein Bürgertreff vervollständigen das Untergeschoss.

Während der Sitzung der Gemeindevertretung hatte Helmut Kohlhepp vom Heringer Architekturbüro Kirschner das Projekt noch einmal in allen Einzelheiten vorgestellt. Auf die Nachfrage des Gemeindevertreters Hans-Werner Gast, ob denn auch über die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes nachgedacht worden sei, nickte Bürgermeister Ralf Orth. Die Anlage würde laut Bürgermeister aber mehr Strom erzeugen, als durch die Nutzung im Gebäude selbst verbraucht würde. Und das Einspeisen des Energieüberschusses ins öffentliche Netz würde nicht den gewünschten finanziellen Ertrag bescheren. Das bestätigte auch Architekt Kohlhepp.

Für den Bürgermeister sei der Neubau des DGH sinnvoll. In Heimboldshausen gebe es sonst für die fast 900 Bewohner keinerlei Treffpunkt. Außerdem werde der Neubau direkt an den Kirmesplatz anschließen, sodass während der Kirmes sogar das Zelt an das entstehende Gebäude angedockt werden könnte.

Für die SPD hatte Anita Reichert, die auch Ortsvorsteherin von Heimboldshausen ist, abschließend erklärt, dass alle Verantwortlichen in Heimboldshausen nun ein schönes Kleinod entstehen lassen.

Von Mario Reymond

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