Vorsitzender des DRK Schenklengsfeld gewürdigt

Ein Mann mit Organisationstalent

Abschied nach 25 Jahren im Ehrenamt: Peter Ernst, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Schenklengsfeld hört auf. Foto: Johannes Hesse/nh

Schenklengsfeld. Nach 25 Jahren als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Schenklengsfeld ist Peter Ernst aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten.

Nach seinem Amtsantritt organisierte Peter Ernst ein erstes Fahrzeug für den Ortsverein. Einen ausgedienten Transporter übernahm der Ortsverein von einem Paketdienst. Gemeinsam mit seinem Vereinskameraden Stefan Kothe baute er das Auto in zwei Monaten um. Als der DRK ein weiteres Fahrzeug brauchte, ging Ernst von Haus zu Haus und sammelte Geld.

Dank seiner großen Einsatzbereitschaft wuchs der DRK-Ortsverein stetig. Schon bald musste eine Feldküche organisiert werden. Die erste Gulaschkanone baute KFZ-Meister Lothar Kehl aus Oberweisenborn nach Zeichnungen von Peter Ernst. Der Verkauf von Suppen bei Veranstaltungen ist heute neben Spenden eine wichtige Einnahmequelle für den Verein. Die größte Herausforderung für Peter Ernst und seine Kollegen war die Grenzöffnung im Jahre 1989, als etwa 6000 Menschen vom DRK Schenklengsfeld mit Essen versorgt werden mussten. Auch diese Aufgabe löste er ohne die Übersicht zu verlieren und bewies dabei großes Organisationstalent.

Auch unternahm er Großveranstaltungen mit THW und Feuerwehr, organisierte Zeltlager, richtete einen Fahrdienst für Senioren ein, betreute die Strick- und Senioren-Gymnastikgruppe. Auch bei Blutspendeterminen und dem DRK-Weihnachtsbasar engagierte er sich.

Mehrere Jahre war er stellvertretender Vorsitzender im Kreisverband.

Ohne Menschen, die sich für andere einsetzen, ohne zu fragen, was sie dafür bekommen, könnte unsere Gesellschaft nicht überleben, waren sich die Laudatoren bei Ernsts Verabschiedung einig. Umso wichtiger sei es, dass man sich bei diesen Menschen, die oft im Verborgenen wirkten, bedanke. (red/jvp)

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