Brandschutz für Bengendorf sicherstellen

Löschteich wird umgehend saniert

Heringen. Um den Feuerlöschteich in Bengendorf abdichten zu können, haben die Heringer Stadtverordneten einstimmig einem Antrag der WGH zugestimmt. Danach werden 10 000 Euro in den Haushalt 2013 eingestellt, um die notwendigen Arbeiten ausführen zu können. „Das Geld steht bereits im Haushaltsentwurf, auch wenn es mir nicht passt. Wir wussten bis vor einigen Jahren nicht, dass es dort noch drei andere Teiche gibt, die genügend Löschwasser führen“, merkte Bürgermeister Hans Ries an. Diese Aussage wiederum heizte die Stimmung im Parlament an. „Sie haben doch vor zwei Jahren selbst vorgeschlagen, 15 000 Euro zu investieren, um diesen Löschteich herzurichten. Wir wollen nur den alten Zustand wieder herstellen“, empörte sich Eckhard Bock (CDU).

Peter Stötter (WGH) vermutete hinter der ablehnenden Haltung des Bürgermeisters dessen Fauxpas aus dem Jahre 2011. Damals war eine alte Laugenleitung in dem Teich entdeckt worden, durch die das Löschwasser ablaufen würde. Davon war Ries ausgegangen und hatte die Leitung vom Eigentümer K+S entfernen lassen. Danach war plötzlich der gesamte Teich leer. Ries forderte ein Gutachten von K+S, das etwa 10 000 Euro gekostet hätte. Das scheiterte jedoch am Veto der Stadtverordneten, die die Notbremse zogen. Zwischenzeitlich hatte sich herausgestellt, dass das Unternehmen nichts mit dem Wasserverlust zu tun gehabt hatte.

Peter Stötter (WGH) forderte am Rednerpult den Bürgermeister auf, einmal einen Fehler zuzugeben: „Seien Sie doch einmal ehrlich Herr Bürgermeister“, rief ihm Stötter zu. Und Ries brüllte zurück: „Ich bin immer ehrlich“. Woraufhin großes Gelächter unter den Stadtverordneten und im Publikum ausbrach. Stadtverordnetenvorsteher Detlef Scheidt (SPD) schritt mit den Worten: „Zehn Minuten Zigarettenpause“ ein und verließ den Saal. Doch die Auseinandersetzung zwischen Stötter und Ries wurde lautstark fortgeführt.

Für die Jugend sinnvoll

Zum Abschluss der Debatte erklärte André Wiedemann (SPD) dass der Löschteich dringend benötigt werde. „Er wird auch genutzt, um mit Jugendlichen zu üben. Das ist wesentlich ungefährlicher als an der Werra“, merkte er an. Und erntete Kopfnicken. (rey)

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