Autorin Gudrun Pausewang las bei Eröffnung der Gemeindebibliothek Schenklengsfeld

Lesend die Welt entdecken

Besonderes Geschenk zur Eröffnung: Edith Vollmer (Zweite von links) übergibt die ersten Bibliotheksausweise an Schulleiter Oskar Ruhl (links), Bürgermeister Stefan Gensler (Zweiter von rechts) und die erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz. Fotos: Wagner

Schenklengsfeld. Ihre größte Begabung hat sie zum Beruf gemacht. Die pensionierte Lehrerin und landesweit bekannte Autorin Gudrun Pausewang hat bis heute knapp 100 Bücher geschrieben, darunter der Bestseller „Die Wolke“, für den sie unter anderem den deutschen Jugendliteraturpreis gewann. Für eine Lesung war sie am vergangenen Freitag zur festlichen Eröffnung der neuen Gemeindebibliothek in der Gesamtschule Schenklengsfeld gekommen und richtete wie weitere Redner ein Grußwort an die geladenen Gäste.

Fantasiebildung fördern

„Wir hatten früher kein Fernsehen, kein Handy und keine Computer“, berichtete die 85-jährige Autorin. „Es gab wenig Beschäftigung außer dem Lesen und ich wurde zur Leseratte.“ Durch Bücher hat Gudrun Pausewang die Welt kennengelernt und ihren Berufswunsch „Geschichtenerfinderin“, wie sie die Autorentätigkeit im Kindesalter nannte, entdeckt. Die Entstehung der neuen Gemeindebibliothek lobte sie und wies darauf hin, dass damit „insbesondere das Lesen und die Fantasiebildung gefördert“ werde. Die Bibliothek selbst möge stets der Gemeinde dienen und den Menschen und Lesern viel Freude bereiten.

Großzügige Spende

Begonnen hatte die Veranstaltung, die in den Räumen der neuen Bibliothek stattfand, mit mehreren Grußworten und musikalischen Darbietungen des schuleigenen Blechbläserensembles sowie der Schülerinnen Alina Kempf und Lorena Landsiedel, die gemeinsam mehrere Stücke am Klavier präsentierten. Außerdem trugen die Mitglieder der eigens gegründeten Schulbibliotheks-AG unter der Leitung von Dorothea Wettlaufer kleinere Gedichte vor.

Schulleiter Oskar Ruhl wies darauf hin, dass die Fertigstellung der Bibliothek auch den Schlusspunkt der Komplettsanierung der Gesamtschule darstellt. „Die Idee für die Bibliothek entstand vor sechs Jahren, zeitgleich mit dem Beginn der Sanierung“, berichtete er und wies im selben Atemzug darauf hin, dass nicht nur die Schüler von den neuen Möglichkeiten profitieren, sondern die gesamte Gemeinde. „Wir haben einen Treffpunkt geschaffen für alle Generationen“, fügte Diana Führer, Vorsitzende des Fördervereins der Schule, hinzu und überreichte einen Scheck im Wert von 5000 Euro.

Jochen Schneider, Vorsitzender der örtlichen Werbegemeinschaft, kündigte an, bei der diesjährigen Weihnachtsaktion würden ebenfalls Spenden für die neue Bibliothek gesammelt.

Im Anschluss an das symbolische Öffnen der Bibliothek durch Schulleiter Oskar Ruhl und Bürgermeister Stefan Gensler boten Dieter Schenk und Michael Gensler weitere Autorenlesungen. Geöffnet ist die Bibliothek fortan vormittags während des Schulbetriebs sowie dienstags von 16 bis 19 Uhr und freitags von 15 bis 18 Uhr.

Von Nicole Wagner

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