Verein „Glückauf“ Wintershall nahm an der Bergparade in Sachsen teil

Leipzig in Bergmann-Hand

In Reih’ und Glied: Die Männer des Bergmannsvereins „Glückauf“ Wintershall marschieren bei der Parade durch die Leipziger Innenstadt. Foto: Rabe/nh

Heringen/Leipzig. Seit vielen Jahren ist es Tradition: Kurz vor Weihnachten startet der Bergmannsverein „Glückauf Wintershall“ zur Teilnahme an einer Bergparade, zumeist ins winterliche Erzgebirge.

In diesem Jahr jedoch war die Messestadt Leipzig das Ziel. Warum Leipzig, gibt es auch dort Bergbau? Nun, Leipzig ist kein historisches Bergbaurevier wie Harz oder Erzgebirge, aber es gibt in der Umgebung einen sehr modernen und hochtechnisierten Bergbau auf Braunkohle, die vor allem Kraftwerke zur Stromerzeugung versorgt.

Erstes Ziel in Leipzig war das im Süden der Stadt gelegene Völkerschlachtdenkmal. Es erinnert an die an dieser Stelle im Jahr 1813 stattgefundene entscheidende Schlacht der Schweden, Russen, Österreicher und Preußen gegen Napoleon, der hier vernichtend geschlagen wurde. Europa war somit von seiner Herrschaft befreit.

Historisches Ereignis

An dieses wichtige historische Ereignis erinnert das 91 Meter hohe Denkmal, das im Jahr 1913, also 100 Jahre nach der Schlacht, errichtet wurde. Inzwischen hat der Zahn der Zeit kräftig an ihm genagt, vor allem der Braunkohlenrauch während der DDR-Zeit hat den Granit schwarz werden lassen. Das Denkmal wird zur Zeit innen und außen mit einem Aufwand von 30 Millionen Euro restauriert, damit es am 13. Oktober 2013 zur 200-Jahr-Feier der Schlacht in neuem Glanz erstrahlt.

Im Anschluss an die Besichtigung des Völkerschlachtdenkmals lockte der Weihnachtsmarkt die Heringer an. Beim Leipziger Weihnachtsmarkt handelt es sich um einen der größten in Deutschland mit hunderten von geschmückten Holzhäuschen, die auf den Plätzen und Straßen des Stadtkerns aufgestellt sind.

Am Nachmittag begann die große Bergparade durch die Innenstadt, zu der sich 800 Teilnehmer eingefunden hatten. Auch die Wintershaller Bergmannskapelle war dabei. Dahinter marschierte der Bergmannsverein „Glückauf Wintershall“.

Die Parade führte bei Dunkelheit über eine Strecke von gut zwei Kilometern durch die festlich erleuchtete Innenstadt, streckenweise direkt am Weihnachtsmarkt entlang. Mehr als 20 000 begeisterte Zuschauer säumten die Paradestrecke, sie grüßten mit „Glückauf“ und wünschten immer wieder „Frohe Weihnachten“.

Die Sachsen sind eben auch in Leipzig dem Bergbau verbunden. Die Bergparade endete mit einem bergmännischen Konzert auf dem Augustusplatz vor der Oper, wo die Teilnehmer vom Balkon der Oper aus durch den Vorsitzenden der sächsischen Bergmannsvereine und den Oberbürgermeister der Stadt Leipzig begrüßt wurden. (red/rey)

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