43 Schüler aus Schenklengsfeld, Eschwege und Witzenhausen besichtigen Rom

Das Lateinbuch wird real

Römer-Feeling: Schüler der Gesamtschule Schenklengsfeld, der Brüder-Grimm-Schule Eschwege, und der Johannisbergschule Witzenhausen verkleidet als antike Römer vor dem Kolosseum. Foto: Johann Becker/nh

Rom. Für 43 Schülerinnen und Schüler der Brüder-Grimm-Schule Eschwege, der Gesamtschule Schenklengsfeld und der Johannisberg-Schule Witzenhausen wurde das Lateinbuch für eine Woche zur Realität. Unter der Leitung von Klaus Amlung, Lehrer der Gesamtschule Schenklengsfeld, und Andrea Zebe, Lehrerin an der Brüder-Grimm-Schule Eschwege, unternahmen sie eine unvergessliche Studienfahrt nach Rom.

Lange Fahrt

Nach langer Busfahrt besichtigten sie gemeinsam bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt. Denn wer nach Rom kommt, muss bekanntlich das Kolosseum gesehen haben. Auch die Brüder-Grimm-Schüler durften gleich am ersten Abend auf Cäsars Spuren wandeln. Trotz des leichten Regens wurden vor den antiken Bauwerken zahlreiche Fotos geschossen. Während der Fahrt machten die Schüler außerdem Bekanntschaft mit dem U-Bahn-System Roms. Sie zeigten sich positiv überrascht von der guten Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeiten per U-Bahn und Bus.

Bei einem Abendspaziergang erkundeten die Klassen der verschiedenen Schulen die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen, über dessen Größe viele erstaunt waren. Traditionsgemäß warfen manche eine, zwei oder gleich drei Münzen mit der linken Hand über die rechte Schulter hinein. Ob es nun wirklich Unglück bringt, wenn man seine Münzen mit der falschen Hand wirft, wie es einige Schüler gemacht haben, ist allerdings noch nicht geklärt. Der Besuch der Caracalla-Thermen und des Forum Romanum war für die meisten der Höhepunkt der Studienfahrt. Nach der Besichtigung hatten alle noch einmal Gelegenheit, die Stätten auf eigene Faust zu erkunden, Souvenirs einzukaufen oder auf einer der Grünflächen zu entspannen.

Grusel in den Katakomben

Etwas gruselig war die Stimmung in den Katakomben des Callixtus, einem antiken christlichen Friedhof. Nicht nur in Rom staunten die Schüler über die Antike, sondern auch in Cerveteri, wo noch die Grabhügel der Etrusker gut erhalten sind. In der alten Hafenstadt Ostia Antica konnte man die Überreste der Handelsmetropole bewundern.

Nachdem in der Sixtinischen Kapelle erst wenige Tage vorher die Kardinäle einen neuen Papst gewählt hatten, beeindruckten beim Besuch der Vatikanischen Museen neben dieser auch die vielen anderen Kunstwerke der päpstlichen Sammlungen.

Rom hautnah

Auch wenn die Klassen den neuen Papst bei ihrem Besuch im Vatikan nicht sehen konnten und es in Rom manchmal mehr regnete, als man es vielleicht erwartet, erlebten die Schüler, Lehrer und Betreuer Rom hautnah und nicht nur durch das Fernsehen, Fotos oder eben das Lateinbuch. (red/nh)

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