Erste Lese der Schenklengsfelder Weinbergfreunde und Krönung der Weinkönigin

Larissa tritt die Trauben

Erst gekürt, dann im Einsatz: Weinkönigin Larissa I. beim Keltern. Mit ihren Füßen tritt sie die Trauben der ersten Schenklengsfelder Weinlese. Foto: roda

Schenklengsfeld. Die Schenklengsfelder Weinbergfreunde haben nach zwei Jahren aufwändiger Rekultivierung des historischen Weinhangs in der Ortsmitte am Sonntag bei der ersten Weinlese den Lohn ihrer Arbeit ernten können.

Fachgerecht ausgerüstet pflückten Harald Hohmann sowie Matthias Vollmer die dunkelroten Trauben der Sorte Regent von den 140 Rebstöcken und entleerten ihre Behälter dann jeweils in die von Christian Kunert aufgeschulterte Hotte. Unerwartete Hilfe bekamen sie dabei von Stefan Brutyo aus Boly in Ungarn, der selbst Winzer ist und sich derzeit zu einem Gastbesuch hier aufhält. Anschließend wurde der Ernteertrag von Helmut Schott gewogen und mit 18 Kilogramm dem interessierten Publikum bekanntgegeben.

Danach folgte mit der Krönung von Larissa I. (Vollmer) zur „ersten Laenschelder Weinkönigin“ eine weitere symbolische Handlung der wiederbelebten Weinbaukultur in Schenklengsfeld. Ganz den Ritualen der Tradition verpflichtet, musst die neue Königin natürlich auch die Trauben der ersten Lese mit ihren nackten Füßen in einem stilechten Holzbottich und im Takt der Musikgruppe „Gugelhupf“ zerstampfen. Im letzten Akt des Weinlesefestes wurde alles noch einmal in einer Handpresse nachgepresst und dann in einen Gärballon abgefüllt.

Zwölf Liter

Dr. Bernd Schwedes bestimmt mit dem Refraktometer den Zuckergehalt der Trauben.

Die Chronik weist nun zwölf Liter Traubensaft für die „ersten Ladenschelder Weinlese“ aus. Diese Menge wollen die Weinbergfreunde nun auch mit den dafür notwendigen Arbeitsgängen und Zusätzen zu einem trinkbaren Tropfen ausbauen. Immerhin liegt der von Dr. Bernd Schwedes mit dem Refraktometer gemessene Zuckergehalt schon jetzt bei 85 Grad Oechsle. (ha)

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