Im Philippsthaler Rathaus wird Platz für Kindergartenkinder geschaffen

Landgrafen ziehen ins Schloss

Philippsthal. Die Philippsthaler Gemeindevertreter haben in ihrer jüngsten Sitzung einen Anbau an den bestehenden evangelischen Kindergarten „Kleine Landgrafen“ in Philippsthal beschlossen. Darin sollen nach der Fertigstellung Kinder unter drei Jahren betreut werden. Die Bauarbeiten sollen Ende Juli abgeschlossen sein, damit die Marktgemeinde die Vorgabe des Landes erfüllen kann und ab dem 1. August 2013 die geforderten Krippenplätze zur Verfügung hat.

Insgesamt drei Ingenieurbüros hatten eigene Bauvorschläge eingebracht und vorgestellt. Am Montagabend entschieden sich die Philippsthaler für den Entwurf des ortsansässigen Ingenieurbüros Kohlhepp. Dieser sieht eine Nutzfläche von 360 Quadratmetern vor.

70 000 Euro für die Planung

Für die Planung hat die Gemeinde bereits 70 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die genauen Baukosten werden noch ermittelt, dürften aber im hohen dreistelligen Bereich liegen. An Landeszuwendungen erhält die Gemeinde Philippsthal zunächst 150 000 Euro. „Wir bleiben am Ball und hoffen, noch etwas mehr herausschlagen zu können“, sagt Bürgermeister Ralf Orth.

Die evangelische Kirche wird sich nach Aussagen des Bürgermeisters mit zehn Prozent an den Baukosten beteiligen. Dafür muss die politische Gemeinde künftig neunzig Prozent der nicht gedeckten Betriebskosten übernehmen, die Kirche zehn. Bis dato betrug das prozentuale Kostensplitting 80 zu 20.

Damit die Arbeiten reibungslos vonstatten gehen können, zieht eine Gruppe aus dem Kindergarten in das Philippsthaler Schloss um. „Der erste Kindergartentag im Schloss soll der 1. Dezember sein“, teilt der Bürgermeister mit. Die Marktgemeinde hat daher im Erd- und Zwischengeschoss des Schlosses zum 1. November Räume mit einer Gesamtfläche von 120 Quadratmetern für monatlich 428,40 Euro kalt angemietet. Das Mietverhältnis endet nach Absprache zum 30. September 2013.

Handwerker im Einsatz

Damit die Räume im Schloss von den Kindern optimal genutzt werden können, müssen noch einige Vorarbeiten erledigt werden. Dafür hat die Marktgemeinde Aufträge an zwei heimisch Handwerksbetriebe in Höhe von 4790 Euro vergeben.

Von Mario Reymond

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