Hauptstraße in Heringen soll im Frühjahr unter Vollsperrung saniert werden

Kurz und schmerzvoll

Kein Durchkommen: So wie derzeit in der Ortsdurchfahrt von Lengers sollen im kommenden Frühjahr die Kanäle in der Heringer Hauptstraße saniert werden. Foto: Reymond

Heringen. Es wird keine angenehme Situation für die Anwohner und Geschäftsleute an der Heringer Hauptstraße werden, daraus machte Heringens Bürgermeister Hans Ries während einer Bürgerversammlung zur Kanalsanierung in der Heringer Hauptstraße kein Hehl. Im kommenden Frühjahr sollen dort die Bagger rollen. Ries sprach sich allerdings dafür aus, die Bauphase „kurz und schmerzvoll zu gestalten“. Ähnlich wie derzeit im Stadtteil Lengers solle also in der Hauptstraße, die für die Maßnahme ohnehin voll gesperrt werden müsse, gleich mit mehreren Baggerkolonnen gearbeitet werden. Dann könnte die Sanierung innerhalb von viereinhalb Monaten abgeschlossen sein.

Das Heringer Stadtparlament hatte die Bauarbeiten in der Kernstadt zunächst auf Eis gelegt, weil der Rathauschef mit dem Land Hessen eine Vereinbarung abschließen wollte, in der sich die Stadt dazu bereit erklärt hätte, die Erneuerung der Straßenarbeiten vorzufinanzieren. Diesen Beschluss hatte die Kommunalsaufsicht allerdings gekippt.

„Wir haben also gar keine Möglichkeit, die Kanalsanierung zu verschieben. Das wäre genauso wie eine erfolglose TÜV-Prüfung beim Auto zu ignorieren“, betonte Ries an die Adresse der Stadtverordenten gerichtet. Auch Teile der Fahrbahn ließen sich nach Ries’ Meinung wegen des schlechten Straßenzustandes nicht erhalten. Diese Einschätzung teilte auch Tobias Dockhorn vom Ingenieurbüro Bechtel.

Unter Vollsperrung soll aber nur in der Hauptstraße gebaut werden. Die Geschäfte sollen die meiste Zeit über die Nebenstraßen erreichbar sein. Die Arbeiten in der Leimbacher Straße könnten dann unter Vollsperrung mit Ampelverkehr vonstatten gehen.

Unklar sei derzeit noch, ob die Kanäle zwischen Pfarrstraße und Treppengasse im Inlinerverfahren in geschlossener Bauweise saniert werden. Zwar sei auch in diesem Bereich der Hauptstraße die Fahrbahn schadhaft. Da voraussichtlich zeitgleich auch an der Wölfershäuser Straße gearbeitet werde, müsse dieser Bereich aber als Zufahrt zum Kaliwerk offenbleiben. Ob dieser Abschnitt der Hauptstraße alternativ zurückgestellt werden und später in offener Bauweise saniert werden dürfe, müsse mit den zuständigen Behörden noch abgeklärt werden.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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