Parlament beschließt interkommunale Zusammenarbeit mit Friedewald

Künftig gemeinsam

Oberbreitzbach. Die Gemeinden Hohenroda und Friedewald streben eine Zusammenarbeit ihrer Verwaltungen an.

Während ihrer Sitzung im Schloss Hohenroda am Mittwochabend haben die Hohenrodaer Gemeindevertreter einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung über eine Interkommunale Zusammenarbeit in den Bereichen Gemeindekasse und Kämmerei zugestimmt. Diese wird allerdings erst dann gültig, wenn auch das Parlament in Friedewald grünes Licht gibt.

Nach dieser Vereinbarung, die eine Laufzeit von fünf Jahren hat und danach um jeweils zwei Jahre verlängert werden kann, übernimmt die Verwaltung in Friedewald die Aufgaben der Hohenrodaer Gemeindekasse sowie der Kämmerei. Eine ergänzende Vereinbarung sieht vor, dass in einem weiteren Schritt Verwaltungsaufgaben in ähnlicher Wertigkeit von Friedewald nach Hohenroda übertragen werden. Einnahmen und Ausgaben, Buchführung, aber auch die Aufstellung und Abwicklung des Haushaltsplanes, die Erstellung der Jahresrechnung, das Kreditmanagement und die Betreuung der gemeindlichen Gremien bei Haushaltsberatungen könnten demnach künftig von Friedewald aus erfolgen. Hohenroda kommt in halbjährlichen Pauschalzahlungen für die zusätzlichen Personal- und Sachausgaben von Friedewald auf.

Die Vereinbarung für die interkommunale Zusammenarbeit bei Kämmerei und Gemeindekasse ist auf den Weg gebracht worden, weil eine in Hohenroda für diese Bereiche zuständige Mitarbeiterin im April in den Mutterschutz geht. Eine qualifizierte Vertretung für einen befristeten Zeitraum zu finden, habe sich nach Aussage von Bürgermeister Jörg Schäfer schwierig gestaltet. Zudem sollen mit der interkommunalen Zusammenarbeit die Verwaltungskosten gesenkt werden. Angestrebt wird eine Kosteneinsparung von mindestens 15 Prozent. In diesem Fall erwarten die Gemeinden auch Fördermittel des Landes in Höhe von jeweils 50 000 Euro für beide Kooperationsbereiche. Wirksam wird die Kooperationsvereinbarung, vorbehaltlich der Zustimmung aus Friedewald, ab April. Ab wann die Zusammenarbeit tatsächlich greift, soll allerdings zwischen den Verwaltungschefs abgestimmt werden.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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