Heimboldshausen und Röhrigshof – zwei Einsatzabteilungen schließen sich zusammen

Künftig eine Einheit

Gesperrt: Der Schlauchturm im Gerätehaus Röhrigshof darf aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden. Die Wehrführer Marc Weigel (links, Röhrigshof) und Heiner Reuber (rechts, Heimboldshausen) freuen sich bereits auf den angedachten Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses an der B 62.

Heimboldshausen/Röhrigshof. Die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren aus Heimboldshausen und Röhrigshof werden in Zukunft wohl zu einer einzigen Wehr verschmelzen. „Das Antragsverfahren läuft. Die Unterlagen liegen in Wiesbaden vor“, erklärt Kreisbrandinspektor (KBI) Jürgen Weingarten, der dem Zusammenschluss bereits zugestimmt hat.

Der Hauptgrund für das Zusammengehen der beiden Philippsthaler Ortsteilwehren ist der, dass die beiden Feuerwehrgerätehauser in Röhrigshof (600 Einwohner) und Heimboldshausen (850 Einwohner) völlig veraltet sind und nicht mehr den neuesten feuerwehrtechnischen Gegebenheiten entsprechen. „Beide müssten für viel Geld von Grund auf saniert werden, was jedoch aufgrund der jeweils beengten Lage nicht so einfach zu bewerkstelligen wäre“, sagt Bürgermeister Ralf Orth.

Gemeinsames Gerätehaus

Aus diesem Grund hat sich der Bürgermeister in Absprache mit den beiden Feuerwehren dazu entschlossen, künftig eine schlagkräftige Feuerwehr-Einheit für Heimboldshausen und Röhrigshof zu bilden. „Wir haben vorbehaltlich der Zustimmung der gemeindlichen Gremien mit den Feuerwehren sämtliche Vorarbeiten geleistet und die notwendigen Förderanträge gestellt“, führt Orth weiter aus.

Ein neues gemeinsames Feuerwehrgerätehaus zwischen Getränkemarkt und Tankstelle an der Bundesstraße 62 – fast auf der Gemarkungsgrenze – soll nach den Vorstellungen Orths sowie der beiden Wehrführer Heiner Reuber (Heimboldshausen) und Marc Weigel (Röhrigshof) bis zum Frühjahr 2015 aus dem Boden gestampft werden.

„Das wird ein Komplex, den es unter feuerwehrtechnischen Gesichtspunkten im Landkreis kein zweites Mal gibt“, verspricht der Kreisbrandinspektor.

Genügend Personal

Natürlich habe bei der angedachten Zusammenführung auch die jeweilige Einsatzstärke der Wehren in Heimboldshausen und Röhrigshof eine Rolle gespielt. Beide hätten in der Vergangenheit gerade tagsüber immer wieder Probleme gehabt, die für die Einsätze notwendige Personalstärke aufbieten zu können. Daher sei der angedachte freiwillige Zusammenschluss auch aus diesem Blickwinkel betrachtet voll zu unterstützen, führt Weingarten weiter aus.

„Einsatztaktisch wird es in Zukunft keine Schwierigkeiten geben. Das ist ohnehin Voraussetzung gewesen. Sonst hätte ich dem Vorhaben nicht zugestimmt“, erklärt der KBI. Die beiden alten Feuerwehrgerätehauser in Röhrigshof und Heimboldshausen liegen etwa 800 Meter auseinander. Der neue Komplex wird sich genau in der Mitte befinden.

Eine Hausaufgabe müssen die Vertreter der beiden Wehren aber noch erledigen: „Die neue Wehr muss natürlich einen völlig neuen Namen bekommen. Feuerwehr Röhrigshof oder Heimboldshausen geht nicht. Das würde den Anschein erwecken, als habe eine Wehr die andere übernommen. Und das ist nicht der Fall. Der Zusammenschluss ist von allen Beteiligten gewollt“, merkt Weingarten an. Reuber und Weigel tendieren beim Namen zu Philippsthal-Mitte. Doch der muss erst noch von allen Feuerwehrleuten in Röhrigshof und Heimboldshausen abgesegnet werden.

Von Mario Reymond

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