Kritik der EU-Kommission überrascht

K+S: Alle Auflagen werden eingehalten

Kassel. Beim Düngemittelhersteller K+S ist man überrascht darüber, das hessiche Genehmigungsbehörden die EU-Kommission hinsichtlich der Werra-Versalzung nicht richtig informiert haben sollen (HZ von gestern). „Diese Kritik können wir nicht bewerten. Wir haben immer offen und transparent kommuniziert“, erklärt K+S-Pressesprecher Michael Wudonig.

So sei bereits im April 2011 eine für den Standort Unterbreizbach geplante Eindampfanlage wieder verworfen worden. „Weil dort bestimmte Wertstoffgehalte im Rohsalz zurückgehen, hätte eine solche Anlage verfahrenstechnisch auch gar keinen Sinn mehr gemacht“, erklärt der Pressesprecher.

Mit dieser Eindampfanlage wäre aber das Laugenaufkommen erheblich verringert worden. Stattdessen wurde eine sogenannte Kalte Vorzersetzung bei den Behörden beantragt und genehmigt. Das wiederum rief die Gegner der Laugenentsorgung in die Werra und den Plattendolomit auf den Plan.

Die K+S-Kritiker befürchten nun, dass ab 2013 wieder mehr Lauge in den Fluss und den Untergrund gelangt, als von K+S immer wieder angegeben. Das wiederum weist Wudonig entschieden zurück: „Wir haben unser abgestimmtes und genehmigtes Maßnahmenpaket zur Abwasserreduzierung, und daran halten wir uns. Von uns werden alle behördlichen Auflagen zur Salzabwasserentsorgung sicher eingehalten“.

Von Mario Reymond

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