Erster Workshop: Erneuerbare Energien im Blick

Klimaschutz Thema in Schenklengsfeld

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Schenklengsfeld. Die Gemeinde Schenklengsfeld nimmt seit Juli an einer vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutzberatung teil. Das Projekt richtet sich in erster Linie an Politik und Verwaltung und wird von Klimaschutzberater Christian Rohrbacher begleitet. Es wird untersucht, wie die Gemeinde zum Klimaschutz aufgestellt ist, welche weiteren Potentiale es gibt und was in den nächsten Jahren konkret getan werden kann. Schwerpunktthemen sind die kommunalen Gebäude, die Straßenbeleuchtung, mögliche Wärmenetze, stärkere Nutzung von Holzreststoffen, Erweiterung des Erdgasnetzes sowie stärkere Öffentlichkeitsarbeit und Beratung der Bürger.

Jetzt fand der erste Workshop mit Vertretern aus Verwaltung, Gemeindevorstand und allen Fraktionen statt. Die bisherigen Klimaschutz-Aktivitäten in Schenklengsfeld wurden zusammengetragen. Beispielsweise wird im Gemeindegebiet bereits 50 Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Energien produziert als benötigt wird, vor allem aus dem Windpark Eichberg und zahlreichen Photovoltaikanlagen.

Das Freibad Schenklengsfeld wird überwiegend solarthermisch beheizt und die benachbarte Gesamtschule über einen Biomassekessel versorgt. Die sehr gute touristische Radverkehrsinfrastruktur der Gemeinde wurde 2014 vom ADFC ausgezeichnet. Im Rathaus gibt es jeden 2. Donnerstag im Monat das Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale.

Im Laufe des Workshops wurde deutlich, dass sich die Gemeinde als Vorbild im Klimaschutz versteht und das Thema besser strukturieren möchte. Die bis zum Frühjahr angesetzte Beratung wird hierzu Vorschläge erarbeiten. Beispielsweise wird bei den kommunalen Gebäuden geprüft, wie die Verbräuche von Strom und Wärme systematischer erfasst und Schwachstellen besser aufgedeckt werden können.

Bei den Haushalten zeigen sich Potentiale unter anderem bei der Wärmeversorgung. Etwa 500 Heizölkessel im Gemeindegebiet sind älter als zehn Jahre. Hier bietet sich auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit der Umstieg auf erneuerbare Energieträger oder Erdgas an. (red/rey)

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