In der Marktgemeinde Philippsthal soll künftig nur noch mit Augenmaß investiert werden

Kleinere Brötchen backen

Röhrigshof. Der Haushalt und das Investitionsprogramm für die Marktgemeinde Philippsthal sind in der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstagabend in Röhrigshof einstimmig auf den Weg gebracht worden.

Aufgrund der nicht vorhersehbaren Entwicklung bei den Gewerbesteuereinnahmen wollen die Philippsthaler in den kommenden Jahren kleinere Brötchen backen. Schon für den aktuellen Haushalt rechnen die Philippsthaler lediglich mit Steuereinnahmen in Höhe von 9,16 Millionen Euro. Das sind 3,15 Millionen Euro weniger als noch im vorigen Jahr. Als problematisch bewertet Bürgermeister Ralf Orth die wirtschaftliche Entwicklung beim größten Gewerbesteuerzahler K+S.

Einen ausgeglichenen Haushalt für 2014 bekommen die Verantwortlichen in Philippsthal nur durch einen tiefen Griff in die Rückstellungen hin. Diese schrumpfen bis zum Jahresende voraussichtlich von 8,2 auf 4,34 Millionen Euro.

Dennoch wird in der Marktgemeinde auch in diesem Jahr kräftig investiert. Insgesamt 4,93 Millionen Euro sind veranschlagt. Den dicksten Brocken stellt mit 1,3 Millionen Euro der vierte Bauabschnitt im Schlosspark dar. Eine Million Euro sind für die Neugestaltung des Dorfgemeinschafthauses in Heimboldshausen vorgesehen. Ab 2015 strebt die Gemeinde nur noch Investitionen an, die der jeweiligen Haushaltslage angepasst werden. Dadurch soll erreicht werden, die kommunale Selbstverwaltung für die kommenden Jahre nicht zu gefährden. „Wir sind froh, dass wir in guten Jahren die Kasse nicht geplündert, sondern solide gewirtschaftet haben“, sagte Heiner Reuber (SPD).

Für die CDU führte Ulrike Wenig aus: „Wenn uns im Jahre 2015 das Geld knapp wird, dann müssen Investitionen in die Folgejahre verschoben werden.“ Bei allen Planungen bestehe die Hauptaufgabe darin, die Folgekosten nicht aus den Augen zu verlieren, erklärte die Fraktionsvorsitzende der CDU weiter.

Markt will wachsen

Ebenfalls einstimmig auf den Weg gebracht wurde von den Gemeindevertretern der Aufstellungs- und Offenlegungsbeschluss der vierten Änderung des Bebauungsplans Wiesenstraße und Ulsterstraße. In diesem Bereich plant der Inhaber des Edeka-Marktes eine Vergrößerung der Verkaufsfläche von bisher 1700 auf 2100 Quadratmeter.

Festgestellt haben die Parlamentarier auch den Jahresabschluss 2012 des ruhenden Eigenbetriebs Gemeindewerke. Der erwirtschaftete Gewinn wird nach Abzug aller zu entrichtenden Steuern an die Marktgemeinde ausgeschüttet. Dabei handelt es sich um einen Betrag von 171 000 Euro.

Bei einer Gegenstimme wurde abschließend das Gebäude, in dem sich das Restaurant Rikscha befindet, an die bisherigen Pächter veräußert.

Von Mario Reymond

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