Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll präsentiert ausgeglichenen Haushalt für 2015

Keine neuen Schulden

Friedewald. Einen erstmals ausgeglichenen Haushalt seit Einführung der Doppik im Jahre 2009 präsentierte Bürgermeister Dirk Noll am Mittwochabend den Friedewalder Gemeindevertretern in den Bürgerstuben.

Danach schließt das geplante Zahlenwerk für 2015 im Ergebnishaushalt mit einem Überschuss von 3400 Euro ab. Im Finanzhaushalt beträgt das Plus 39 500 Euro. Für Investitionen sind in diesem Jahr 357 000 Euro vorgesehen. Darlehen sollen in Höhe von 265 100 Euro getilgt werden. Neue Kredite werden wohl nicht aufgenommen.

Die Finanzierung kleinerer geplanter und bereits begonnener Projekte wird laut Noll ausschließlich über Abschreibungen vorgenommen. Zum Jahresende werde sich laut Bürgermeister der Schuldenstand der Dreienberggemeinde auf 10 325 000 Euro belaufen. Dem stünden natürlich auch geschaffene Werte gegenüber, wie er bei der Präsentation der zum 1. Januar 2009 aufgestellten Eröffnungsbilanz aufzeigte.

Bürgermeister Noll rechnet für dieses Jahr mit einer Gewerbesteuereinnahme von 960 000 Euro. Im vergangenen Jahr waren 860 000 Euro veranschlagt worden, und 1 031 000 Euro sind dann tatsächlich geflossen.

Auf der anderen Seite werde Friedewald im Jahr 2015 auch mehr Gewerbesteuerumlage entrichten müssen. Statt 145 000 Euro 2014 werden es wohl 174 300 Euro in diesem Jahr sein. Auch beim Gemeindeanteil an der Lohn- und Einkommenssteuer rechnet Noll mit 98 000 Euro mehr. 1 082 000 Euro sollen es werden. Und auch höhere Schlüsselzuweisungen werden erwartet. Von 247 000 Euro im vergangenen Jahr soll die Einnahme um 79 000 Euro ansteigen. An Kreis- und Schulumlage muss Friedewald laut Entwurf 1 253 100 Euro abführen. 15 800 Euro mehr als noch 2014.

Im Anschluss an seine Rede zum Haushaltsentwurf merkte der Bürgermeister an, dass Friedewald in den kommenden Jahren noch viele große und kostspielige Projekte zu bewältigen habe. So werden die angedachten Veränderungen beim Rathaus etwa 550 000 Euro verschlingen. Für die Grundsanierung der Festhalle sind 1,5 Millionen Euro vorgesehen und der Bau einer neuen Kläranlage zusammen mit der Gemeinde Schenklengsfeld wird Friedewald mit 1,65 Millionen Euro belasten.

Wesentlich weniger bemerkbar machen wird sich da der notwendige Bau einer Verbindungsleitung zur Wasserversorgung. Diese soll 300 000 Euro kosten.

Welche Zuschüsse es für die vorgenannten Projekte geben werde, sei noch nicht bekannt. „Da sind wir gerade dabei, die Feinabstimmung vorzunehmen“, teilte Noll mit.

kurz notiert

Von Mario Reymond

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