HZ präsentiert: Bürgermeister-Wahlforum Hohenroda in der Ausbacher Hofreite

Die Kasse in Schuss bringen

Lockere Runde: HZ-Redaktionsleiter Kai A. Struthoff (2. von links) leitete die Gesprächsrunde mit den drei Hohenrodaer Bürgermeisterkandidaten. Von links Frank Hildebrand, Andre Stenda und Bernd Eckhardt. Fotos: roda

Ausbach. 200 Bürger aus Hohenroda haben am Donnerstagabend den drei Bürgermeisterkandidaten Bernd Eckhardt, Frank Hildebrand und Andre Stenda auf den Zahn gefühlt.

Vor der Bürger-Fragerunde hatte bereits HZ-Redaktionsleiter Kai A. Struthoff die wichtigsten kommunalpolitischen Themen angesprochen und die Kandidaten um ihre Einschätzung gebeten.

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In Sachen regenerative Energien und Breitbandversorgung haben die drei Kandidaten fast identische Vorstellungen. Schnelles Internet für Hohenroda sei unumgänglich, wenn die Gemeinde interessant für Betriebe und junge Familien werden solle.

Andre Stenda, der mit 27 Jahren jüngste im Bunde der Bürgermeisterkandidaten, möchte sein Wissen als Finanzfachmann in die Waagschale werfen. In erster Linie gelte es, die finanziell angeschlagene Kommune schnellstmöglich zu entschulden. Von heute auf morgen gehe das aber keinesfalls. „Das wird ein Prozess, der sich über zehn bis 20 Jahre hinziehen kann“, erklärte der unabhängige Kandidat, der von FWH, CDU und FDP unterstützt wird.

Auch Frank Hildebrand (SPD) möchte die Finanzen in der Schutzschirmkommune möglichst schnell in den Griff bekommen. Dabei soll ihm seine bisherige berufliche Erfahrung als Fachbereichsleiter beim Landkreis helfen.

Bis 2017 soll der gesetzlich geforderte Haushaltsausgleich auf jeden Fall hinbekommen werden. Dies solle ohne neuerliche Belastung für die Bürger vonstatten gehen. „Eine weitere Gebührenerhöhung oder gar eine Pferdesteuer wie in Kirchheim wird es mit mir nicht geben“, erklärte der Kandidat der Hohenrodaer Sozialdemokraten.

Ganz oben auf der Liste

Ebenfalls ganz oben auf seiner Prioritätenliste hat der unabhängige Bewerber Bernd Eckhardt die Finanzen stehen. Als diplomierter Ökonom und Schuldnerberater werde er, der zudem seit 16 Jahren in Ransbach lebt, das schlingernde Gemeindeschiff wieder auf Kurs bringen. Dabei dürfe auch vor unliebsamen Mitteln nicht zurückgeschreckt werden. „Alles muss finanzierbar sein, und daher gehört in schwierigen Zeiten auch alles auf den Prüfstand“, sagte der „einheimische“ Kandidat.

Seinen Hut habe Eckhardt übrigens nur in den Ring geworfen, weil sich kein einziger Hohenrodaer für das Amt des Bürgermeisters in seiner Gemeinde interessiere. Er selbst habe so seine Probleme mit einem Bürgermeister „aus der Fremde“.

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Das wiederum mochte Frank Hildebrand, der mit seiner Familie in Eitra lebt, so nicht stehenlassen. „Ich bin äußerst positiv aufgenommen worden. Ich möchte die Lebenserfahrung, die ich in den vergangenen Wochen dazugewonnen habe, nicht mehr missen. Ich bin kein Fremder, ich bin vielmehr angekommen“.

Und auch der Trendelburger Andre Stenda fühlt sich wohl in Hohenroda. „Ich bin schon schon fast einer von ihnen. Ich finde es aber auch gut, wenn man von außen mit unverklärtem Blick ins Amt starten kann“.

Von Mario Reymond

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