Straße im Stöckig vorübergehend gesperrt

Kalk-Hubschrauber fliegt wieder

Wieder unterwegs: Mit dem Hubschrauber lässt das Forstamt den Wald kalken. Archivfoto: Eisenberg

Hersfeld-Rotenburg. Die Waldgebiete des Forstamtes Bad Hersfeld werden ab Montag, 30. September, auf einer Fläche von etwa 1800 Hektar vom Hubschrauber aus gekalkt. Das ist notwendig, da die Versauerung der Böden durch Luftschadstoffe von Auto-Abgasen anhält.

Neben dem Staatswald werden in diesem Herbst auch Gemeindewald und Interessentenwälder gekalkt. Beginnend im Ostteil des Forstamtes mit dem Stöckig zwischen Philippsthal und Hohenroda, dem südlich davon liegenden Gemeinschaftswald Kornberg und dem Wald im Siffig bei Mansbach. Danach sollen die Interessentenwälder Ober- und Unterhaun, der Staatswald zwischen der Langen Heide und der B324 sowie der Gemeindewald und Interessentenwälder im Bereich der Gemeinde Neuenstein abgearbeitet werden. Je nach Witterung wird die Kalkung insgesamt etwa sechs Wochen dauern. Während der Kalkungsarbeiten sollte der Wald in diesen Bereichen nicht betreten werden, da außer Hubschrauber und Radlader auch Lastzüge für die Kalkanfuhr unterwegs sind. Mit Behinderungen und Einschränkungen für die Waldbesucher muss daher gerechnet werden. So muss während der Kalkung am Stöckig die Straße von Röhrigshof in die Glaam gesperrt werden.

Die Bodenschutzkalkung trägt bei Waldböden mit schwacher Nährstoffversorgung zu einer Stabilisierung bei. Die Bodenkalkung hat das Ziel, die Säurewirkungen abzupuffern, die Speicherfähigkeit von Nährstoffen zu erhöhen, den Ernährungszustand und die Vitalität der Wälder zu verbessern sowie die Durchwurzelung und bodenwühlende Fauna, wie zum Beispiel Regenwürmer, zu fördern. Zudem wird durch die Bodenkalkung das Grund- und Quellwasser vor Einträgen von Schwermetallen und Aluminium geschützt.

Tierwelt und Vegetation werden laut Forstamt nicht beeinträchtigt. Der Spezialkalk stammt aus einem Steinbruch in Meißner-Vockerode. Er ist hessenweit der einzige Betrieb, der von Natur aus die hohen Qualitätsanforderungen an die Nährstoffzusammensetzung erfüllen kann. Das Forstamt Bad Hersfeld bittet um Verständnis und steht für Fragen unter 06621/940 0 zur Verfügung. (red/jce)

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