Bürgermeister Ralf Orth legt den Gemeindevertretern positiven Haushaltsentwurf vor

Kaligemeinde Philippsthal geht’s noch gut

Unterneurode. Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth legte den Gemeindevertretern während der Sitzung am Montagabend im Waltradeberghaus in Unterneurode den Entwurf des Haushalts für das Jahr 2015 vor.

Auch in diesem Jahr sei es der Verwaltung um Kämmerer Michael Schneider gelungen, abermals ein mehr als ausgeglichenes Zahlenwerk zu gestalten. Es weist sogar einen Überschuss von 72 515 Euro aus. Doch mit Blick auf die angedachten Veränderungen beim kommunalen Finanzausgleich, die ab 2016 greifen sollen, merkte Orth an, dass es dann auch in Philippsthal recht schnell mit positiven Haushalten vorbei sein könnte.

Selbst den aktuell zu erwartenden Jahresüberschuss bezeichnete der Bürgermeister als ernüchterndes Ergebnis. Denn schon heute habe Philippsthal Rückstellungen für den Finanzausgleich in Höhe von 1,18 Millionen Euro bilden müssen. Eine Million Euro betrage die Rückstellung für mögliche Steuerschuldverhältnisse.

Aktuell beläuft sich der Schuldenstand Philippsthals auf 1 458 600 Euro. Zum Jahresende sollen es noch 1 323 300 Euro sein. Auf der anderen Seite betragen die Rücklagen zum Jahresende 35 700 Euro und die Rückstellungen 4 493 800 Euro.

Bürgermeister Orth rechnet für dieses Jahr mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 10,5 Millionen Euro. Der Ansatz liegt um 3,7 Millionen Euro höher als im vergangenen Jahr. Dementsprechend steigt die zu entrichtende Gewerbesteuerumlage von 1,38 auf 2,14 Millionen Euro. An Kreis- und Schulumlage musste Philippsthal im vergangenen Jahr 7 712 000 Euro berappen. Für dieses Jahr beträgt der Ansatz 4 197 000 Euro.

Für Investitionen sind in der Marktgemeinde Philippsthal 2 712 500 Euro vorgesehen. Es werden Zuschüsse in Höhe von 125 000 Euro erwartet.

Das Gros des Geldes – 1,3 Millionen Euro – ist für den Neubau des Gerätehauses für die Feuerwehren Heimboldshausen und Röhrigshof vorgesehen. Diese Baumaßnahme wurde noch während der Sitzung einstimmig von den Gemeindevertretern auf den Weg gebracht. Die Parlamentarier beauftragten den Gemeindevorstand, das Bauprojekt umzusetzen zu lassen und die Gemeindevertretung über den Baufortschritt zu informieren.

Von Mario Reymond

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