Seniorenbeirat „Miteinander“ hat Konzept für Tagespflege in Schenklengsfeld erarbeitet

Jetzt hängt alles am Geld

Das Objekt: Diese Immobilie in Oberlengsfeld hat der Seniorenbeirat „Miteinander“ ausgesucht, um dort eine Tagespflege für ältere Menschen einzurichten. Foto: Reymond

Schenklengsfeld. In der Theorie verfügt die Gemeinde Schenklengsfeld bereits über eine Seniorenbetreuung mit angeschlossener Tagespflege.

Ein solches Projekt samt Konzept stellten am Mittwochabend der Seniorenbeirat „Miteinander“ und eine extra für dieses Seniorenprojekt ins leben gerufenen Arbeitsgruppe im Bürgerhaus einer breiten Öffentlichkeit vor. Grünes Licht zur Ausarbeitung einer solchen Idee hatte der Beirat bereits im September 2014 von der Gemeindevertretung erhalten. Innerhalb des Gremiums war einstimmig ein derartiger Grundsatzbeschluss gefasst worden.

Und der Beirat ging ans Werk und leistete ganze Arbeit. Es wurde ein passendes Grundstück in Oberlengsfeld gefunden, das für 700 000 Euro erworben und komplett behindertengerecht umgestaltet werden könnte.

Politik ist gefordert

Nun ist also wieder die Politik gefordert, um die Umsetzung auch praktisch gelingen zu lassen. Die Parlamentarier müssen weiter zu ihrem Wort stehen und die notwendigen Schritte veranlassen. Ganz wichtig: Förderanträge müssen gestellt werden. Denn nur mit finanzieller Unterstützung der öffentlichen Hand wird das Projekt der Tagespflege weiter zu verfolgen sein.

Das ausgesuchte Objekt – Baujahr 1968 – könnte demnach im Erdgeschoss auf einer Fläche von 200 Quadratmetern zum Tagespflegebereich für etwa 15 Personen umgestaltet werden. Im Keller wäre neben den technischen Bereichen auch die Einrichtung eines großen Bastel- oder Sportraums möglich. Im Obergeschoss bestünde die Möglichkeit, zwei Wohnungen in Form eines betreuten Wohnens anzubieten. Die Fläche des kleineren Bereichs, für eine Person gedacht, beträgt 36 Quadratmeter. Die größere Wohnung, für zwei Personen ausgelegt, ist 65 Quadratmeter groß. Auch das noch auszubauende Dachgeschoss – samt Fahrstuhl – wäre mit in das Seniorenprojekt eingebunden. Dort soll auf einer Fläche von 74 Quadratmetern Raum für eine Wohngemeinschaft geschaffen werden. Zudem verfügt das Objekt über einen großen Garten sowie über eine ausbaufähige Halle und eine Scheune.

Mit dem zuständigen Versorgungsamt sind sämtliche Details bereits abgestimmt. Außerdem stünden bereits vier interessierte Betreiber bereit.

Die Beiratsmitglieder haben bereits zwei mögliche Umsetzungsvarianten ins Auge gefasst. So wäre es möglich, den Förderverein „Betreutes Wohnen an der Linde“ mit ins Boot zu nehmen, um schnelle Handlungsfähigkeit erzielen zu können. Möglichkeit zwei wäre die komplette Umsetzung über die Gemeinde. Entscheiden müssen auf jeden Fall die politischen Gremien.

Dass ein solche Tagespflege sinnvoll sei, erklärten auch Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll und Hohenrodas Erster Beigeordneter Hans-Albert Pfaff. Innerhalb des Dreiecks Friedewald, Hohenroda und Schenklengsfeld wäre durch die Verwirklichung der Tagespflege ein Rundum-Paket für die Seniorenbetreuung gewährleistet. Denn in Friedewald gibt es das DRK-Seniorenheim und in Ausbach ist die ambulante Pflegestation der Diakonie beheimatet.

Interkommunal umsetzen?

Somit wäre vielleicht sogar eine interkommunale Projektverwirklichung, wie bereits in anderen Bereichen angedacht und teilweise schon umgesetzt, auch im Bereich der Seniorenbetreuung möglich.

Von Mario Reymond

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