Bachs Weihnachtsoratorium erfolgreich in der Philippsthaler Schlosskirche aufgeführt

Jauchzet, frohlocket ...

Beeindruckende Klangkulisse: Mit Chor, Orchester und Solisten bekamen Musikinteressierte des Werratals Bachs Weihnachtsoratorium in der Philippsthaler Schlosskirche zu hören. Foto: roda

Philippsthal. Als Barbara Matthes das Zeichen zum Einsatz gab und gleich darauf der Chor vielstimmig das „Jauchzet, frohlocket...“ in den Raum schickte, stand den Zuhörern in der nahezu vollbesetzten Philippsthaler Schlosskirche mit Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ eine besondere musikalische Delikatesse bevor.

Anspruchsvolle Komposition

Denn epochale Werke dieser Art erfordern zumeist einen größeren Aufwand der Vorbereitung. So etwa bestand der Chor aus regionalen Gesangsgruppen sowie weiteren Sängerinnen und Sängern, die das Projekt dazu nutzten, sich auch einmal anspruchsvolleren Kompositionen der Musikliteratur zu widmen.

Den instrumentalen Part dazu gab das Südthüringer Kammerorchester, während Elisabeth Neyses im Sopran, Cornelia Sander im Alt, Thomas Wiegand als Bass und Wilhelm Adam als Tenorsänger die Solostimmen besetzten.

In der Ursprungsfassung von 1734 sechsteilig, hatte Projektleiterin Barbara Matthes das epochale Werk auf das für einen Sonntagnachmittag erträgliche Maß von drei Teilen verkürzt. Aber auch in der kompakten Version gelang es Chor, Orchester und Solisten, Bachs wohl populärstes geistliches Vokalwerk vortrefflich zum Ausdruck zu bringen. Lang anhaltender Beifall des Publikums war schließlich der verdiente Lohn dafür.

Von Hans H. Hartmann

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