K+S Kali GmbH realisiert mit unterschiedlichen Partnern ökologische Projekte

50 Jahre Leistung erbringen

Ortstermin: Die beiden Leiter des Werks Werra der K+S Kali GmbH Christoph Wehner (links) und Dr. Rainer Gerling (Mitte) sind zusammen mit Schlossherr und Waldbesitzer Thilo von und zu Gilsa im Forst bei Schloss Ludwigseck unterwegs, um sich erste Ergebnisse der naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahme anzusehen. Zuvor hatten die drei eine auf 50 Jahre ausgelegte Vereinbarung unterzeichnet. Danach muss der Waldbesitzer auf seinen Flächen 80 Hektar Parkwald wieder herstellen und zwanzig Hektar Freiflächen wieder mit Linden- und Eichenhochstämmen beforsten. Die Kosten dafür trägt das Unternehmen. Foto: Reymond

Ludwigsau. In einer gemeinsamen Vereinbarung haben sich gestern das Werk Werra der K+S Kali GmbH und Schlossherr Thilo von und zu Gilsa darüber verständigt, in den kommenden 50 Jahren etwa 100 Hektar – das entspricht in etwa 140 Fußballfeldern – Wald- und Grünfläche im Malchustal bei Schloss Ludwigseck in einen Park zu verwandeln.

Das Unternehmen hat sich für dieses Projekt entschlossen, um eigene Großprojekte, die viel Naturfläche verschlingen, realisieren zu können. Das Renaturierungsvorhaben im Malchustal mache deutlich, dass sich Umwelt- und Naturschutz auf der einen und wirtschaftliches Handeln auf der anderen Seite nicht ausschließen würden. „Wir nehmen unsere Verantwortung wahr. Statt Biotopwertpunkte zu kaufen, sind wir bei Konzeption und Umsetzung mit von der Partie. Denn wir stehen hinter den Projekten. Auch der Kontakt zu Privateigentümern, die in der Region leben, ist uns wichtig. Wir wollen nicht einfach nur einen Betrag zahlen und uns damit unseren Verpflichtungen entledigen“, sagt Werksleiter Christoph Wehner.

Mehrere Projekte

Bereits in der jüngeren Vergangenheit hat die K+S Kali GmbH mit unterschiedlichen Partnern ökologisch wertvolle Projekte realisiert. Erst im Mai dieses Jahres erfolgte die naturschutzrechtliche Abnahme einer 17 Hektar großen landwirtschaftlichen Fläche in Oberlengsfeld, die in hochwertiges Grünland umgewandelt wird. Derzeit lässt die K+S Kali GmbH im Biosphärenreservat Rhön bei Motzlar die Ulster in einem Teilbereich renaturieren. Geplant ist, den ursprünglichen Flussarm wiederherzustellen sowie Auwald in der Ulsteraue neu anzulegen. In Heddersdorf bei Kirchheim wurden auf der drei Hektar großen Fläche eines ehemaligen Nebenerwerbslandwirts 21 000 Bäume im Zuge einer Ersatzaufforstung angepflanzt.

Als besonders nachhaltig bezeichnet auch Schlossherr Thilo von und zu Gilsa das aktuelle Naturschutzprojekt rund um sein Anwesen. „Wir müssen über 50 Jahre eine Leistung erbringen. Ziel ist ein schönerer Wald, für den wir auch noch Geld erhalten. Schließlich ist es nicht nur damit getan, etwas für uns zu tun, sondern auch für unsere Kinder, die nach uns mit den Liegenschaften umzugehen haben.“

Von Mario Reymond

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