Festwochenende zur 1250-Jahrfeier in Schenklengsfeld war ein großer Erfolg

Immer Neues versuchen

Festwochenende 1250 Jahre Schenklengsfeld: Die Trachten- und Volkstanzgruppe Schenklengsfeld tanzte auf dem Lindenplatz. Alle Fotos: Landsiedel

Schenklengsfeld. Mit einem Gottestdienst unter der mehr als 1200 Jahre alten Linde begannen die Schenklengsfelder den Festsonntag anlässlich ihres 1250-jährigen Ortsjubiläums. Pfarrerin Marie-Therese Eckardt gestaltete die Feier gemeinsam mit dem Dekan des Kirchenkreises Dr. Frank Hofmann, Pfarrerin Imke Leipold sowie Pfarrer Martin Arndt. Pfarrerin Leipold merkte dazu augenzwinkernd an, „so viele Pinguine auf einem Haufen sähe man nur selten“.

Dekan Dr. Hofmann nahm in seiner Predigt die Gottesdienstteilnehmer mit auf eine Reise 1250 Jahre zurück in die Vergangenheit, in die Zeit des Frühmittelalters. Damals, anno 764, Pippin der Jüngere, Sohn Karl Martells und Vater Karls des Großen, war König der Franken, wurden die Klöster Lorsch und Ellwangen gegründet. „Wir leben in einer langen Reihe von Menschen, die vor uns hier gelebt haben und die nach uns hier leben werden“, so Dr. Hofmann. In diesem langen Zeitraum seien die Menschen immer wieder mit Veränderungen und neuen Herausforderungen, zu deren Bewältigung keine bewährten Rezepte existierten, konfrontiert gewesen. „Deshalb muss immer wieder Neues versucht werden“, gab Dr. Hofmann am Ende seiner Predigt den Zuhörern mit auf den Weg. Der Posaunenchor sorgte für die musikalische Umrahmung.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Platzkonzert des Kreisposaunenchors statt. Die Feststraße mit einem Handwerker- und Bauernmarkt neben dem historischen Rathaus bot den Besuchern ausgiebig Gelegenheit zum Bummeln. Zwischendurch sorgten immer wieder kurze Auftritte der Trachten- und Volkstanzgruppe Schenklengsfeld für Unterhaltung.

Regionale Köstlichkeiten

Zur Stärkung – unter der Linde war ausreichend Platz für die Mittagspause vorhanden – wurden neben einer breiten Palette an regionalen Köstlichkeiten wie „Zwiebelsploatz“ oder „Grüner Soße“ auch die allseits beliebten Würstchen und Steaks vom Grill angeboten. Zur Kaffeezeit, die Bergmannkapelle Hattorf hatte gerade im Festzelt mit ihrem Konzert begonnen, gab es – natürlich selbstgebackenen – Kuchen.

Für die Schenklengsfelder geht der Jubiläumsmarathon bereits am kommenden Wochenende weiter. Am Samstag, den 21. Juni, beginnt die 700-Jahrfeier im Schenklengsfelder Ortsteil Unterweisenborn mit einem Festkommers; für den Sonntag, der um 10 Uhr mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel beginnt, haben die Unterweisenborner ein buntes Programm zusammengestellt. Dabei wird der Auftritt des Musikcorps Ufhausen sicherlich nicht der einzige Höhepunkt bleiben, verspricht der Festausschuss.

Von Thomas Landsiedel

1250 Jahre Schenklengsfeld: Fest unter der Linde

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