Heitere Unterhaltung mit Markus Maria Profitlich in der Philippstaler Kreuzberghalle

Humorvoller Dauerredner

Humoriges Schwergewicht: Mit Witzen und Gags in Serie unterhielt der Comedykünstler Markus Maria Profitlich sein Publikum in Philippsthal. Foto: roda

Philippsthal. Witzige Gags in Serie, begleitet von Grimassenakrobatik und gespreizter Stimmenmodulation: In Philippsthal verstand es Markus Maria Profitlich seine Fans auch auf der Bühne zu ständigen Lachsalven anzuregen.

Dabei dürfte der Comedykünstler dem geneigten Publikum bereits aus seinen vielen TV-Auftritten im Kommerzfernsehen bekannt sein. Denn wie das selbsternannte Stehaufmännchen bekannte, ist er schon seit nunmehr 25 Jahren im Dauerhumorgeschäft tätig. Noch länger ist seine geschichtliche Spannweite allerdings, wenn er in einem Satz von Hannibals Kriegszug über die Alpen bis zu Google Earth gleich mehrere Jahrhunderte überspringt.

Einen Adler kriegt er nicht

Auch sein Vorname Markus Maria muss wohl bei der Einschulungsuntersuchung zu Verwirrungen, ob Junge oder Mädchen, geführt haben. An jene Zeit zurückerinnernd, habe er sich damals einen Adler gewünscht, aber doch nur ein Meerschweinchen bekommen. Dieses possierliche Tierchen wuchs dann offensichtlich zum Hausschwein aus, das während eines Urlaubsaufenthalts irrtümlich zu Bratwürsten verarbeitet wurde.

Stolz ist Profitlich zudem auf seinen Opa, wie er während der Vorstellung aus seinem Buch zitierte. Immerhin hat dieser alte Knabe im Krieg allein gegen 100 Russen gekämpft und wird seither in der Familie als Held verehrt. Familiär blieb es auch beim Handygespräch von der Bühne mit dem computererfahrenen Nachwuchs. Dabei erfährt der tourneegestresste Künstler, dass seine Frau nicht zu Hause ist, obwohl sie doch eigentlich auf die Kinder aufpassen müsste. Auch mit Erfahrungen als leidgeprüfter Bofrost-Vertreter konnte Profitlich aufwarten. Wobei er glaubhaft seine Standhaftigkeit selbst gegenüber leicht bekleideten Kundinnen versicherte, nur weil die ein übel riechendes Parfüm verwendeten.

Von seiner schlagfertigen Bühnenpartnerin Ingrid Einfeldt musste sich der Comedian allerdings vorhalten lassen, dass sein mit 140 Kilogramm Dynamit gefüllter Körper eine viele zu kurze Zündschnur habe. Das Publikum reagierte natürlich mit einem donnernden Heiterkeitsausbruch auf diese Offenbarung. (ha)

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