Weniger, aber größere Anlagen beantragt

Höhere Windräder für die Gaishecke

Friedewald/Wildeck/Heringen. Die Firma Bürger-Wind Gaishecke mit Sitz in Heringen, hat beim Regierungspräsidium Kassel einen geänderten Anlagentyp für den bisher noch nicht genehmigten Windpark Gaishecke auf dem Gebiet der Gemeinden Friedewald und Wildeck sowie der Stadt Heringen beantragt.

Darauf weist Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll in einer Pressemitteilung hin. Durch den Anlagenwechsel reduziere sich die Anlagenzahl von 16 auf 14 Windräder, weil zwei Standorte wegfallen. Dafür erhöhe sich die Gesamthöhe der Anlagen von 200 auf 212 Meter. Zwei Anlagenstandorte verschöben sich geringfügig um 30 beziehungsweise fünf Meter geringfügig.

Die übrigen Anlagenstandorte bleiben unverändert. Durch den Anlagenwechsel müsse der Flächenbedarf für Kranstellflächen und Kranausleger angepasst werden. Die elektrische Anlagenleistung erhöhe sich von 2,4 Megawatt auf 3,45 Megawatt bei gleichzeitig höherem Stromerzeugungspotential von etwa 30 Prozent. Die Antragsunterlagen seien kürzlich der Gemeinde als Verfahrensbeteiligte übersandt worden. Zur Antragsänderung werde die Öffentlichkeit erneut beteiligt. Die Rahmenbedingungen für die erneute Offenlage würden vom Regierungspräsidium Kassel zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, teilt Noll weiter mit.

Die Bürgerinitiative Friedewald kritisiert den Anlagenwechsel. „Diese Anlagen beanspruchen auch mehr Rodungsfläche für Kran und Kranausleger. Ging der alte Antrag noch von 4500 bis 6000 Quadratmetern pro Anlage aus, dürften es jetzt bis zu 7000 Quadratmeter sein“, schreibt Hartmut Schaub. Bemerkenswert sei auch, dass es sich bei dem neuen Anlagen-Typ um sogenannte Anlagen für Schwachwindgebiete handele. „Gibt man jetzt zu, dass der Wind entgegen früherer Prognosen auf der Gaishecke mit maximal sechs Metern pro Sekunde doch nicht so stark bläst, wie es der wirtschaftliche Betrieb dieser Anlagen erfordert?“, heißt es in dem Schreiben der BI weiter. (jce)

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