Die Freiwilligen Feuerwehren aus Heringen trafen sich zur Jahreshauptversammlung

Hochwasser hielt auf Trab

Verdiente Auszeichnung: Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Heringer Feuerwehren bekamen Christian Krüger (links) und Helmut Strube (3. von rechts) das Brandschutzehrenzeichen in Silber sowie Reiner Volkenand (3. von links) in Gold überreicht. Heringens Bürgermeister Hans Ries (rechts), Stadtbrandinspektor Hans-Jürgen Pfromm (2. von links), sein Stellvertreter Guido Kamm (2. von rechts) sowie Kreisverbandsvorsitzender Thomas Specht (Mitte) gratulierten zur Ehrung. Fotos: roda

Heringen. Das Hochwasser im Mai des vorigen Jahres geht wohl in die Chronik der Heringer Feuerwehr ein. Denn wie Stadtbrandinspektor Hans-Jürgen Pfromm in seinem Bericht zur Jahreshauptversammlung schilderte, waren nach sintflutartigen Regenfällen in Widdershausen, Kleinensee sowie Heringen Wasser und Schlamm sogar bis in Wohnungen gedrungen. Alle Stadtteilwehren seien damals im Einsatz gewesen, um an den beiden schlimmsten Tagen nicht weniger als 26 Einsatzstellen abzuarbeiten. Zudem wurden in den Wochen danach noch Hochwasserfolgeschäden beseitigt.

Doch das sonst zum Feuerlöschen begehrte Wasser ließ die Heringer Feuerwehren nicht zur Ruhe kommen und überschwemmte am 1. Juni von der Werra her abermals Bereiche der Kernstadt sowie des Stadtteils Widdershausen. Mit Bränden und Fehlalarmierungen summierten sich so insgesamt 125 Einsätze. „Soviel haben wir sonst in drei Jahren“, wies Pfromm dem Jahr 2013 eine besondere Rangfolge zu.

In seiner Statistik zählte er 155 einsatzfähige Feuerwehrleute. Darunter sind auch zehn Neue, die der Stadtbrandinspektor bei dieser Gelegenheit willkommen hieß.

Zur Ausrüstung der Kernstadtwehr kündigte er fürs nächste Jahr ein Löschfahrzeug HLF 20 an. Bedeutend früher und zwar vermutlich noch in diesem Jahr, kann die Widdershäuser Feuerwehr ihr neues Gerätehaus beziehen. Ergänzt wurde zudem die Ausrüstung für Hochwassereinsätze. Auch der Digitalfunk scheint in Heringen von der langjährigen Ankündigungsphase nun endlich in die Einsatzfähigkeit überzugehen, wie Stadtbrandinspektor Pfromm hoffnungsvoll in seinem Bericht schilderte.

Für den Feuerwehrnachwuchs zählte Jugendwart Marc Daniel Möller ein breit angelegtes Ausbildungs-, Fortbildungs- sowie Beschäftigungsprogramm auf. Besonders erwähnte er das 40-jährige Bestehen der Lengerser Jugendwehr, die Nachwuchswerbung anlässlich des Stadt- und Museumsfestes sowie die Brandschutzerziehung in den Kindertagesstätten Kleinensee und Wölfershausen.

Für Bürgermeister Hans Ries indes ist die freiwillige Dienstbereitschaft der Feuerwehrleute zum Schutz der Mitbürger nicht hoch genug zu bewerten, wie er in seinem Grußwort betonte. Deshalb auch halte er es für selbstverständlich, dafür ausreichend in Ausrüstung und Gerätehäuser zu investieren. Mit den besten Wünschen für einen gepflegten Unruhestand wurde zum Ende der Versammlung noch die jahrelange gute Zusammenarbeit mit dem scheidenden Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten gewürdigt. (ha)

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